Kein Start von Katrin Khoddam-Hazrati: Pferd Cosma ging nicht lahmfrei

Das Pferd hatte sich beim Aufwärmen ein Eisen runtergerissen. "Leider ist unser Olympiatraum zerplatzt", war die Kärntnerin enttäuscht.

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Kathrin Khoddam-Hazrati musste ihren Start zurückziehen.
© GEPA pictures/ Markus Oberlaender

Tokio - Kurz vor Beginn der zweiten Dressur-Session der Vielseitigkeitsreiter am Samstag bei den Olympischen Spielen in Tokio hat die 34-jährige Katrin Khoddam-Hazrati auf Cosma ihre Nennung zurückgezogen. Das Pferd hatte sich beim Aufwärmen ein Eisen runtergerissen. "Leider ist unser Olympiatraum zerplatzt", sagte die Kärntnerin Khoddam-Hazrati. Die Oberösterreicherin Lea Siegl war bereits am Freitag dran, sie liegt nach dem Auftaktbewerb mit Fighting Line am 28. Stelle.

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Man habe es mit Lebewesen zu tun und die Gesundheit des Pferdes gehe immer vor, erklärte die Reiterin. "Das muss man so in Kauf nehmen. Wer weiß, wofür es gut ist oder gut war. Das Wichtigste ist, mit einem gesunden Pferd nach Hause zu kommen, das steht an vorderster Front", erklärte sie im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Vielleicht gibt es für die nächsten Olympischen Spiele noch eine zweite Chance. Unser nächstes Ziel sind jetzt aber erst einmal die Europameisterschaften."

Es sei schon sehr enttäuschend, nach den ganzen Strapazen mit der Anreise, die man in Kauf genommen habe, und der guten Vorbereitung, es sei alles sehr gut gelaufen. "Aber wenn es nicht hundertprozentig passt, steht das nicht zur Debatte. Pferde sind keine Sportgeräte. Wir haben noch viel vor uns, da ist es das Wichtigste, keine falsche Entscheidung zu treffen. Es steht nicht dafür, dass ein größerer Schaden entsteht. So sie es nur eine Kleinigkeit."

Beim Aufwärmen rund eine Stunde vor Bewerbbeginn riss sich Cosma ein Eisen herunter, es dürfte sich selbst hineingestiegen sein. Man habe alles versucht und es wieder draufgenagelt. "Aber das Pferd ist nicht mehr taktrein beziehungsweise lahmfrei gegangen und musste deshalb zurückgezogen werden", erklärte Thomas Tesch, der Vielseitigkeitsreferent im Österreichischem Pferdesportverband.

Siegls Leistung in der Dressur am Vortag bezeichnete er als "solide", man könne zufrieden sein. Das Ziel sei nach wie vor, in das Finale der Top 25 zu kommen, das heißt dem zweiten Umlauf des Springreitens. Umgerechnet 32,60 Strafpunkte hat Siegl nach dem Dressurbewerb auf dem Konto, der in Führung liegende Deutsche Michael Jung hält bei 21,10. Am Sonntag (0.45 Uhr MESZ) folgt der Geländeritt und am Montag (10.00) das Springreiten.

Cosma ist das zweite Pferd der österreichischen Equipe, das in Tokio nicht an den Start gebracht werden konnte. Abeggelen, der Westfalen-Wallach von Dressurreiterin Victoria Max-Theuer, litt unter einem akuten Zahnspitzenwurzel-Backenzahn-Abszess. Auch hier ging das Pferdewohl vor. (APA)


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