Neues Gasthaus am Vilsalpsee: Tannheimer Bürger sind Sonntag am Wort

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Das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs im Vergleich zur jetzt bestehenden, deutlich höheren Bausubstanz (gelbe Linie).
© Arch. Gasser

Tannheim – „Schia oder schiach?“ – das ist die Frage. In Tannheim hatten sich 33 Architekten an einem von der Gemeinde initiierten Wettbewerb beteiligt, der ein neues Gasthaus am idyllischen Vilsalpsee bringen sollte. Das von der Jury mit großer Mehrheit gekürte, moderne Siegerprojekt des Innsbruckers Mario Gasser war kaum vorgestellt, da kam auch schon Kritik auf. Die Gegner um Sprecher Thomas Gropp sammelten genug Unterschriften, um eine Volksbefragung zu erzwingen. Diese findet morgen Sonntag zwischen 7.30 und 11 Uhr statt. Die Gruppe ist der Meinung, dass dieser sensible Ort nur eine traditionelle Bauweise im ländlichen Stil verträgt, das Projekt in Corona-Zeiten mit rund 3,7 Millionen Euro zu teuer ist und die Bürger eingebunden gehören.

Architekt Gasser: „Mein Anspruch an das Projekt ist es, ein möglichst kompaktes Gebäude zu bauen, das sehr respektvoll mit dem Ort und mit der für die Gemeinde so wichtigen Aufgabe umgeht.“ BM Markus Eberle listet Argumente für das moderne Gasthausprojekt auf: „Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen des alten Gebäudes wären enorm. Das Projekt ist ausfinanziert. Sollte der Neubau nicht kommen, müssen Förderungen in sechsstelliger Höhe zurückbezahlt und weitere in sechsstelliger Höhe können nicht abgeholt werden.“

976 Stimmberechtigte sind morgen im Gemeindeamt zur Urne gerufen. Die Abstimmung ist nicht bindend. (hm)

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