Straka mit Chance auf Golf-Medaille: "Werde versuchen, eine für uns zu holen"

Der österreichische Golfer Sepp Straka geht mit einer reellen Medaillenchance in den Finaltag des olympischen Golfturniers. Im Kasumigaseki Country Club hat er nach drei Runden als Fünfter drei Schläge Rückstand auf den Spitzenreiter sowie nur einen Schlag auf Platz drei und damit die Bronzemedaille.

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Sepp Straka kann am Sonntag mit einer Medaille spekulieren.
© GEPA pictures/ Christian Walgram

Eine 68er-Runde, der Score drei Schläge tiefer als gestern. Sie sind weiter in Schlagdistanz zur Spitze. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Runde?

Sepp Straka: Ich bin gut dabei. Heute habe ich den Ball vielleicht nicht so gut getroffen wie gestern, aber ein paar Putts verwandelt, die ich gestern nicht gemacht habe. Das war der große Unterschied.

Sie hatten auf der "Front Nine" fünf Birdies, aber auch auf der 7 ein Doppel-Bogey. Was lief da schief?

Straka: Ich habe gedacht, ich habe eine gute Lage gehabt, aber der Ball ist nicht rausgekommen wie ich wollte. Aber solche Sachen passieren und man muss versuchen, das mit den Birdies wieder zu verwandeln.

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Auf der 'Back Nine" haben Sie ihren Score gehalten, wobei das Birdie auf der 17 wohl noch wichtig war?

Straka: Das Birdie auf der 17 war wirklich wichtig. Ich habe auf der 'Back Nine' ganz gut gespielt, aber ich bin nicht nahe genug ans Loch gekommen. Für morgen werde ich einfach versuchen zu attackieren, der Ball muss ins Fairway vom Abschlag. Wenn man im Rough ist, dann ist es wirklich schwer, hier zu scoren. Vom Fairway kann man wirklich viele Birdies machen und das ist das Ziel für morgen.

Wie sehr unterscheidet sich dieses Olympia-Turnier von einem auf der PGA-Tour?

Straka: Das Gefühl ist sicher anders als auf der PGA-Tour. Der Standard ist aber da, der Platz ist wahnsinnig gut. Nur, ich bin nicht in der Village, sondern in einem Hotel. Aber es ist alles gut gehandelt.

Anders ist auch, dass Sie hier nicht nur für sich spielen, sondern auch für Österreich.

Straka: Ja, man spielt für ein ganzes Land statt dass man nur für sich spielt. Das ist etwas wirklich Spezielles.

Sie sind zum Zug gekommen, da Bernd Wiesberger auf einen Olympia-Start verzichtet hat. Was bedeutet es Ihnen, das Olympia-Turnier zu spielen?

Straka: Bernd hat es mir in Florida bei einem Turnier gesagt. Da hat er mich gefragt, ob ich spielen will, wenn er nicht spielt. Da habe ich natürlich Ja gesagt. Da bin ich relativ froh, dass er nicht da ist.

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Sie dürften ja eher selten in Österreich sein. Wie oft schaffen Sie es?

Straka: Ich versuche jedes Jahr zu kommen. Mit der Pandemie ist das ein bisschen verzögert worden. Wir werden versuchen, im Dezember wieder nach Hause zu kommen. Mein Vater verbringt noch immer viel Zeit in Österreich, in Wien - ca 50. Prozent in Wien und 50 Prozent in Georgia. Ich liebe es jedes Mal, wenn ich nach Hause komme.

Da Sie ja nicht im Olympischen Dorf wohnen: Kennen Sie manche der anderen österreichischen Olympia-Teilnehmer?

Straka: Von den Namen her. Persönlich kenne ich sie aber nicht.

Wie sehr verfolgen Sie die Ergebnisse und Erfolge der anderen österreichischen Olympia-Teilnehmer mit?

Straka: Es ist ein bisschen schwierig wegen des japanischen Fernsehens. Ich kenne die ganzen Kanäle nicht auseinander. Ich schaue schon zu. Vier Medaillen bisher sind ein Wahnsinn, es ist super. Ich werde versuchen, noch eine Medaille für uns zu holen.

Das Interview im Kasumigaseki Country Club führte Thomas Blaschke/APA


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