WSG Tirol muss bei der Austria ran: Violett ist viel mehr unter Druck

Die WSG Tirol will den Finger in der zweiten Liga-Runde heute (17 Uhr/TT.com-Live-Ticker) in die offenen Wunden der Austria legen.

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Die Kopfballstärke von WSG-Neuzugang Felix Bacher ist im heutige­n Auswärtsspiel bei der Austria gefragt.Fotos: gepa
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Von Alex Gruber

Wattens –Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Nach dem gestrigen Abschlusstraining im Gernot-Langes-Stadion stellte sich WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger an einem sehr starken Reisesamstag auf eine lange Anfahrt nach Wien ein: „Ich habe mir ja extra vor der Saison einen neuen Sitzpolster gekauft.“

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Nach dem 1:1-Auftaktremis gegen die Admira hat die WSG, und davon ist Silberberger felsenfest überzeugt, in Runde zwei trotz des Ausfalls von Innenverteidiger Maxime Awoudja (Magen-Darm-Infekt) mehr Kraft zu haben. Nicht nur, weil man eine weitere Woche „an Standardsituationen und am Positionsspiel“ arbeiten konnte, sondern weil sich mit Juve-Leihgabe Giacomi Vrioni (Silberberger: „Er hat das Zeug dazu, in Österreich eine Bombenverstärkung zu sein“), dem Dänen Bror Blume und Neuzugang Valentino Müller die Schlagzahl erhöht: „Wir sind in dieser Woche mit Sicherheit einen Schritt weiter und haben auch mehr Kraft auf der Bank.“

Dass die Austria am violetten Verteilerkreis nach der Auftaktniederlage in Ried und dem doch eher blamablen Europacup-Aus in der Quali zur Conference League gegen Breidablik (Island) bereits zur Beginn der Saison Kopfweh hat, bringt Silberberger trocken auf den Punkt: „Dass bei der Austria schon leicht Feuer am Dach ist, ist ja klar. Aber wir sind gut damit beraten, uns auf uns zu konzentrieren.“

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Felix Bacher wird in der Innenverteidigung Awoudja vertreten, die Tiroler Startelf an zwei bis drei Positionen verändert werden. Die neuformierte WSG sieht sich wie die Austria unter Neo-Coach Manfred Schmid in der Selbstfindungsphase, der Erfolgsdruck ist bei den Veilchen aber vermutlich bereits in Runde zwei ungleich höher. Deswegen gefällt sich die WSG in der Außenseiterrolle und hofft, die (Defensiv-)Schwächen der Gastgeber in der Generali-Arena im Kollektiv aufdecken zu können.

Manfred Schmid und die Austria haben sich den Start in die neue Saison anders vorgestellt. In Ried setzte es für die Wiener zum Auftakt ein 1:2, im Europacup dann die Schmach gegen Breidablik. Alles andere als ein Sieg im ersten Liga-Heimspiel gegen die WSG Tirol wäre für die Violetten Austria der nächste Rückschlag. „Wichtig wird sein, mental auf der Höhe zu sein“, meinte Sportdirektor Manuel Ortlechner. Trainer Schmid sagte: „Wir brauchen Erfolge, wenn es geht, so schnell wie möglich.“

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