Langzeitpflegestation in Schwazer Klinik mangels Bedarf geschlossen

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Die ehemalige BKH-GF Margit Holzhammer, Ex-Landesrat Bernhard Tilg, Wolfgang Berchtel, Martin Lehner (beide SeneCura) und BM Franz Hauser (v. l.) stellten die neue Station im Februar 2020 vor.
© Dähling

Schwaz – Rund 1,2 Millionen Euro flossen im Winter 2019/2020 in den Umbau zur 20 Betten umfassenden Langzeitpflegestation, die im Februar 2020 im ersten Stock des Krankenhausanbaus in Schwaz eröffnet wurde. Vorfinanziert hatte die Summe der Pflegeverband. Eine Warteliste von 128 Senioren bei den Altenheimen im Bezirk Schwaz war der Grund für den millionenschweren Umbau. Bis 2025 war vorgesehen, in den acht Einzel- und sechs Doppelzimmern Senioren durch 17 Mitarbeiter der SeneCura zu pflegen. Bis dahin sollte sich die Situation entschärft haben.

Doch es ging viel schneller: Nach nur anderthalb Jahren wurde die Langzeitpflegestation mit Anfang Juli dieses Jahres bis auf Weiteres geschlossen. Das erklärt der Schwazer Gemeindeverbands-Obmann BM Franz Hauser. Anfangs voll belegt, sei ab Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 der Bedarf gesunken. „Durchschnittlich nur neun bis zehn Betten waren in den letzten Monaten belegt, das Ganze war dadurch hochdefizitär“, erklärt Hauser, warum der Trakt jetzt geschlossen wurde.

Durch Corona gebe es keine Wartelisten und ausreichend Platz in den Altenheimen. Es seien in der Pandemie-Zeit leider viele Altenheimbewohner verstorben, sagt der Verbandsobmann.

Wie die SeneCura am Montag klarstellte, bleibt die Übergangspflegestation direkt am Areal des KH Schwaz weiterhin bestehen. Die Station bietet Platz für 24 Bewohnerinnen und Bewohner mit Bedarf für die Rehabilitative Übergangspflege „Fit für Daheim“, zum Beispiel nach einer Operation. Außerdem kann Urlaubs- und Kurzzeitpflege nach Bedarf in Anspruch genommen werden – auch weiterhin. (ad, TT.com)

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