Bundesheer im Umfragehoch: Corona-Krisenmanagement brachte Sympathieboost

Beim Bundesheer freut man sich über hohe Beliebtheitswerte. Selbst kritisch eingestellte Personen stellten ein gutes Zeugnis aus.

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Das Bundesheer war immer wieder im Corona-Einsatz, wie hier bei einer Ausfahrtskontrolle im Zillertal Ende Februar.
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Carmen Baumgartner-Pötz

Von Carmen Baumgartner-Pötz

Wien – Wie steht es um die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem Corona-Krisenmanagement des Bundesheers? Das ließ das Ressort unter der Führung von Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) vom Meinungsforscher Peter Hajek im Juni und Juli unter 1000 über 16-Jährigen abfragen. Die Ergebnisse sind erbaulich: Mehr als zwei Drittel stellen dem Bundesheer ein sehr gutes Zeugnis aus.

Weitere Details der Befragung: Besser als das Bundesheer (79 Prozent) im Krisenmanagement wird nur das Rote Kreuz (90) beurteilt. Über 60-Jährige und konservativ geprägte Menschen stehen dem Bundesheer besonders positiv gegenüber. Wer mit dem Bundesheer pandemiebedingt in Teststraßen (27 Prozent), Impfstraßen (16) oder an der Grenze (22) in Kontakt war, bewertete Krisenmanagement und -kommunikation positiv.

„Die Bevölkerung hat unseren Soldatinnen und Soldaten bestätigt, dass sie wertvolle und sehr gute Arbeit leisten. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass alte Klischees einfach nicht mehr greifen und unser Heer endlich das Image zugeschrieben bekommt, das es wirklich verdient“, freute sich Verteidigungsministerin Tanner über die Ergebnisse.

In Spitzenzeiten halfen bis zu 8600 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbedienstete österreichweit bei Contact-Tracing, Massentestung, Grenzkontrollen und Auslieferung von Testkits sowie Impfungen. Bei den Massentestungen fühlte sich der überwiegende Großteil von Bundesheer-Angehörigen gut behandelt. Laut Studienautor Hajek sollte das Bundesheer das nutzen: „Das österreichische Bundesheer wurde von der Bevölkerung als aktiver Part in der Pandemie-Bekämpfung wahrgenommen. Es gilt nun, dieses positive Image in der Bevölkerung auch auf andere Heeresbereiche auszudehnen.“ Denn selbst Personen, die dem Bundesheer eher kritisch gegenüberstanden, wurden laut Umfrage überzeugt. Potenzial gibt es bei jüngeren Personen, auf die Kommunikation mit dieser Zielgruppe soll künftig ein Hauptaugenmerk gelegt werden.


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