Stau in Kufstein hielt sich in Grenzen: Reiserückkehrer bereits im 3-G-Modus

Der befürchtete Megastau durch verschärfte Corona-Einreisebestimmungen in Bayern blieb aus.

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Im Zuge der Grenzkontrollen werden nun in Kiefersfelden auch stichprobenartig die verschärften Corona-Einreiseregeln überprüft.
© Otter

Kufstein – Es ist nur noch eine Frage, die die deutschen Bundespolizisten am Autobahngrenzübergang Kiefersfelden stellen – soweit sie überhaupt einen Pkw anhalten oder ihn zur weiteren Kontrolle auf die Seite bitten. Es ist die Frage nach den berühmten drei G, die mittlerweile die Menschen in Geiselhaft genommen haben: „Sind Sie geimpft, genesen oder getestet?“

Aber sie wird gestern an der Kontrollstelle Kiefersfelden nur selten gestellt, wie sich bei einem Lokalaugenschein zeigt. Vielmehr rollen die Pkw, langsam zwar, aber ungehindert an den Polizistinnen und Polizisten vorbei. Die Beamten brauchen nur gut hinschauen, „die Autofahrer halten ihnen die Nachweise schon entgegen. Die Reisenden sind sehr gut informiert und vorbereitet“, erzählt Yvonne Oppermann, Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Rosenheim. So habe es von Mitternacht bis zum späten Nachmittag auch keinen einzigen Fall gegeben, wo jemand versucht habe, ohne gültigen Nachweis einzureisen.

Als die deutsche Regierung verkündet hatte, dass ab Sonntagmitternacht die 3-G-Regel für alle über 12 Jahre bei der Einreise Bedingung ist, hatte man in Tirol lange Rückstaus befürchtet. Letztlich hielt sich dieser in Kufstein in Grenzen, „er entsprach dem eines starken Reisetages“, erklärte Oppermann. Ausnahmen gibt es übrigens für Grenzpendler, Berufsreisende oder auch Tagesausflügler, die nur 24 Stunden in Deutschland bleiben.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte indes an, dass zu den Stichproben-Kontrollen an den Grenzen, im Hinterland Schleierfahnder unterwegs sind. Zugleich warnte er: „Jeder, der gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.“ (wo, APA, dpa, Reuters)

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