Müll auf Autobahnen: Trotz Pandemie nur geringer Rückgang in Österreich

7731 Tonnen Müll landeten 2020 auf den österreichischen Autobahnen. Die Asfinag will nun mit einer neuen Kampagne gegen dieses Problem vorgehen.

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Wien – Auf 55 Rastplätzen und 87 Raststationen entlang des österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetzes sind im Vorjahr insgesamt 7731 Tonnen an Müll angefallen. Das sei trotz der Lockdowns und dem damit verbundenen Rückgang an Verkehr nur ein kleiner Unterschied im Vergleich zur Abfallmenge von 2019, hieß es in einer Aussendung der Asfinag. Sie will nun mit der Kampagne "Auffüllen statt Wegwerfen" Aufmerksamkeit für das Problem "Littering" schaffen.

Die Müllberge sind laut Asfinag österreichweit um elf Prozent geschrumpft. Entlang der hochrangigen Strecken der drei östlichen Bundesländer Wien, Niederösterreich und des Burgenlands betrug das Müllaufkommen demnach im Jahr 2019 2332 Tonnen, 2020 waren es 2170 Tonnen. Die Entsorgungskosten im Vorjahr beliefen sich auf 3,3 Millionen Euro.

Rund ein Viertel des jährlichen Mülls muss von den Asfinag Mitarbeitenden der Autobahnmeistereien händisch eingesammelt werden. Unachtsam weggeworfener Müll sei aber nicht nur eine Belastung für die Umwelt, sondern berge auch Gefahrenpotenzial: "Hohe Temperaturen können manche Materialien entfachen. Brände entlang der Strecken sind eine ganz besondere Herausforderung für unsere Teams und die Einsatzkräfte", sagte Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. Mit Überkopfwegweisern auf Autobahnen, die den Slogan "Auffüllen statt Wegwerfen" anzeigen, soll nun Bewusstsein für das Thema Vermüllung geschaffen werden. (APA)


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