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Leitartikel zu geimpften Genesenen: „Grüner Pass“ mit Fragezeichen

Ab dem 15. August erhalten auch Genesene mit einer Teilimpfung ein EU-konformes Zertifikat. Ob das allerdings bei der Einreise in andere EU-Staaten akzeptiert wird, kann das Sozialministerium nicht garantieren.

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Ab dem 15. August erhalten auch Genesene mit einer Teilimpfung ein EU-konformes Zertifikat.
© APA/ HELMUT FOHRINGER
Mario Zenhäusern

Von Mario Zenhäusern

Was lange währt, wird endlich ... – nein, gut ist die Sache mit dem „Grünen Pass“ noch lange nicht. Insbesondere für jene, die nach einer Covid-Erkrankung genesen sind. Ihnen blieb bisher der digitale Nachweis der Immunität, der Reisefreiheit und vieles mehr garantieren soll, verwehrt. Obwohl Genesene in der Regel mehr Antikörper haben, also vor einer neuerlichen Ansteckung besser geschützt sind als doppelt Geimpfte – zumal dann, wenn sie nach überstandener Krankheit auch noch einmal geimpft sind –, kannten sie die Annehmlichkeiten des „Grünen Passes“ bis dato nur vom Hörensagen.

Genesen sind in Österreich fast 640.000 Menschen, davon nicht ganz 64.000 in Tirol. Sie alle haben bis jetzt in einer Art rechtlosem Raum gelebt: Für die offiziell anerkannte Immunität fehlte ihnen die amtliche Bestätigung. Zumindest das soll sich jetzt ändern. Ab dem 15. August gelten auch Personen, die genesen und einmal geimpft sind, als vollimmunisiert. Sie erhalten dann entsprechende Zertifikate und damit auch Zugang zum „Grünen Pass“.


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