Kein Geimpfter im Spital, aber mehr Corona-Fälle in Tirol

Positive Corona-Tests von Urlaubsheimkehrern, Familiencluster und weiter steigende Fallzahlen in Osttirol erhöhen in Tirol das Infektionsgeschehen.

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15 Corona-Patienten müssen derzeit in den Spitälern behandelt werden, unter ihnen befindet sich aber kein Geimpfter.
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Innsbruck – 80 Neuinfektionen in Tirol am gestrigen Mittwoch waren doppelt so viele wie im Durchschnitt der vergangenen zwei Wochen. Trotzdem: Die Zahl der Corona-Erkrankten in den Spitälern ist auf 15 zurückgegangen, vier davon benötigen eine intensivmedizinische Behandlung. Bei den Corona-Patienten in den Krankenhäusern handelt es sich allerdings durchwegs um ungeimpfte Personen, wie das Land gegenüber der TT erklärte. Wie erklärt sich der Krisenstab des Landes das höhere Infektionsgeschehen?

Die Neuinfektionen steigen in Tirol weiter, insbesondere durch positive Tes­tungen im Zusammenhang mit Reisen.
Elmar Rizzoli (Leiter des Krisenstabs)

Nach wie vor ist es in Osttirol überaus dynamisch. Dort kommt es immer wieder zu Infektionen im privaten Umfeld und im familiären Bereich. Dazu haben sich im Außerfern wieder zwei Familiencluster gebildet, wobei der Leiter des Corona-Krisenstabs Elmar Rizzoli davon ausgeht, „dass diese abgegrenzt sind“. Unter den Neuinfizierten befinden sich freilich viele Kontaktpersonen von positiv Getesteten. „Jede Entwicklung – auch im Hinblick auf mögliche Mutationen – wird vom Krisenstab sehr ernst genommen. Weiterhin gilt es die Situation täglich zu evaluieren und genau zu beobachten, um bei Bedarf frühzeitig weitere Maßnahmen setzen zu können“, sagt Rizzoli.

Aufruf zu PCR-Test nach Auslandsaufenthalt

Österreichweit sind 40 Prozent der aktuellen Infektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Tirol bilde hier keine Ausnahme, verweist Rizzoli auf positive Testungen im Zusammenhang mit Reisen in der jetzt stattfindenden Haupturlaubszeit. Nach Aufenthalten im Ausland werden Urlauber jedenfalls aufgerufen, umgehend einen PCR-Test zu machen. Rizzoli: „Nur so können infolge möglicher Infektionen auch Infektionsketten in Tirol, welche die Zahlen insgesamt wieder steigen lassen, verhindert werden. Das gilt auch für augenscheinlich ,gesunde‘ Personen.“

Einige Cluster sind nach Besuchen der Nachtgastronomie entstanden. Der größte Infektionsherd im Zusammenhang mit dem Festival „Austria goes Zrce“ auf der kroatischen Insel Pag umfasst derzeit noch 47 Personen. (pn)

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