Bezirk Imst

Starke Photovoltaik-Ausbeute am Pitztaler Gletscher

Die 2014 aufgestellte PV-Anlage am Gletscher liefert erneuerbare Energie für die Lifte.
© KEM/Egger

Mit 6000 m² Kollektorfläche produziert die PV-Anlage am Pitztaler Gletscher ein MWp.

St. Leonhard i. P. – Sie ist Europas höchstgelegenes Photovoltaikkraftwerk – die Anlage der Pitztaler Gletscherbahnen. Ab 2011 wurde sie geplant und dann 2014 binnen zweieinhalb Monaten aufgestellt. Ihre Ausmaße sind gewaltig: Sie verfügt über 6000 m² Modulflächen und hat eine Lauflänge von 1,5 Kilometern. Die Leistung liegt bei einem Megawatt.

Am vergangenen Wochenende war der Pitztaler Gletscher Ziel eines Vernetzungstreffens von Energie- und Klimabeauftragten des Bezirkes Imst. Mehr als 20 Teilnehmer aus neun Gemeinden sowie zwei Studenten der FH Kufstein folgten der Einladung der Regionalmanagerin der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Imst, Gisela Egger, um die verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekte am Pitztaler Gletscher genauer kennen zu lernen.

Das PV-Kraftwerk produziert durch seine Höhenlage übrigens 14 Prozent mehr Strom, als wenn es im Tal gelegen wäre. Die Energie wird übrigens nicht ins Netz eingespeist – immerhin laufen die Lifte untertags und damit genau zu der Zeit, in der die PV-Anlage liefert.

Das Kraftwerk ist sicher das augenscheinlichste Projekt der Pitztaler Gletscherbahnen. Allerdings wurden den Besuchern noch mehr nachhaltige Maßnahmen präsentiert. Dazu gehören etwa der Versuch nachhaltigen Schneemanagements sowie die Unterstützung des stündlichen Bustakts, Firmenbusse für Mitarbeiter, die Verwendung regionaler Lebensmittel oder auch etwa das Passivhaus „Sunna-Alm“ am Rifflsee. Insgesamt zeigten sich die Besucher jedenfalls beeindruckt. (TT)