Konflikt um Abschiebungen: „ÖVP arbeitet mit Feindbildern“

In Traiskirchen befindet sich das Asyl-Erstaufnahmezentrum. Seit 2014 ist Andreas Babler dort Bürgermeister.

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Andreas Babler, SPÖ-Bürgermeister Traiskirchen
© APA

2015 soll sich nicht wiederholen, heißt es allerorten. Wie ist es denn um die aktuelle Situation im Erstaufnahmezentrum bestellt?

Andreas Babler: Ich befinde mich im Austausch mit ÖVP-Innenminister Karl Nehammer. Worum es uns geht, ist eine gute Betreuung und Unterbringung für die Hilfesuchenden und keine unmenschlichen Massenlager. Beides ist gewährleistet. Auch ich meine, 2015 soll sich nicht wiederholen. Ich denke, anders als 2015 soll durch die Regierung diesmal für eine anständige Unterstützung gesorgt werden.

Wie beurteilen Sie die Asylpolitik der Regierung und der SPÖ?

Babler: Die ÖVP arbeitet mit Feindbildern. Auch die SPÖ droht immer wieder in eine populistische Falle zu tappen.

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Was wünschen Sie sich für eine Asylpolitik?

Babler: Ich erkenne eine Sehnsucht nach Politikern, die Haltung zeigen. Ängste zu schüren, kann nicht die Lösung sein.

Das Interview führte Michael Sprenger


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