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„Der lachende Franziskaner“: Auf den Spuren des Popstars

Pater Martin Bichler ist seiner Berufung gefolgt und findet in Franz von Assisi ein Vorbild für sein Leben als Seelsorger. Seit drei Jahren in Lienz, übernimmt er die Leitung des Klosters.

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Nicht nur im Innenhof des Franziskanerklosters in Lienz kümmert sich Pater Martin gleichermaßen um Mensch und Natur.
© Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Der Autostopper in seiner braunen Kutte hat keinerlei Schwierigkeiten, in Osttirol rasch eine Mitfahrgelegenheit zu finden. „Man kennt mich überall, ich brauche nur einzusteigen“, lächelt Pater Martin Bichler. Kaum ist das Ziel der Fahrt geklärt und der Geistliche hat im Wagen Platz genommen, beginnen die Fahrer häufig das Gespräch: „Es gibt da etwas, darüber wollte ich ja schon lange einmal mit einem Pfarrer reden.“ Pater Martin hört zu. Letztes Jahr stoppte der Priester nach Kals am Großglockner, um mit den Gläubigen dort den Herz-Jesu-Gottesdienst zu feiern. Auf seinem Rückweg, neuerlich als Mitfahrer, musste Martin in Huben „umsteigen“. Ein Polizeiwagen nahm den Geistlichen von dort wieder mit nach Lienz. „Die Beamten meinten, sie hätten wohl auch wegen ihrer Dienstzeiten wenig Gelegenheit, einen Gottesdienst zu besuchen. Jetzt hätten sie doch bestimmt etwas gut.“


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