Geglückte Debüts von Marsch und Rose im DFB-Pokal, Werder raus

Leipzig und Dortmund feierten souveräne Siege im deutschen Pokal. Für Bundesliga-Absteiger Werder Bremen setzte sich die Misere vorerst fort: Mit dem Tiroler Marco Friedl schied der Zweitligist mit 0:2 beim Drittligisten VfL Osnabrück aus.

  • Artikel
  • Diskussion
Der Kirchbichler Marco Friedl (32) konnte die Bremer-Niederlage nicht verhindern.
© nordphoto GmbH / Kokenge via www.imago-images.de

Berlin – Turbostürmer Erling Haaland hat Marco Rose bei Borussia Dortmund einen Start nach Maß beschert. Mit einem Dreierpack und einer herausragenden Leistung führte der 21 Jahre alte Norweger den Titelverteidiger am Samstagabend zu einem 3:0 (2:0) beim SV Wehen Wiesbaden und damit mühelos in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals. Der furiose Haaland hat nun in seinen ersten 60 Pflichtspielen für Dortmund 60 Tore erzielt.

„Er hätte heute noch ein viertes oder fünftes machen können, er ist immer bereit“, sagte Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung beim Sender Sky: „Es ist gut, dass wir ihn haben.“ Und daran werde sich auch nichts ändern. „Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass er weg will“, betonte Kehl.

Für den neuen Cheftrainer Rose, der in der Vorbereitung mit Corona-Fällen, Verletzungen von Spielern und späten EM-Rückkehrern zu kämpfen hatte, war der Erfolg auch ein wichtiges Signal, dass der Pokalchampion schon früh in der Saison wieder in Fahrt kommen kann.

Beim Eingreifen der ersten Fußball-Bundesligisten in den deutschen Cup zogen am Samstag sechs weitere Klubs in die zweite Runde ein. RB Leipzig, Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart, der FC Augsburg, VfL Bochum und Arminia Bielefeld kamen weiter. Vizemeister Leipzig siegte 4:0 bei Zweitligist SV Sandhausen, Leverkusen setzte sich mit 3:0 bei Regionalligist 1. FC Lok Leipzig durch. Stuttgart gewann sogar 6:0 beim Berliner Regionalligisten BFC Dynamo.

Mehr Mühe hatten lange Zeit die Augsburger beim 4:2 beim Oberligisten Greifswalder SC und die Bielefelder beim 6:3 bei Regionalligist SpVgg Bayreuth. Aufsteiger Bochum musste beim 2:1 beim Regionalligisten Wuppertaler SV sogar in die Verlängerung. Guido Burgstaller durfte sich im St. Pauli-Trikot feiern lassen: Der ehemalige ÖFB-Teamspieler erzielte beim Aufstieg seines Clubs gegen Drittligist Magdeburg die Tore zum 1:0 (3.) und 3:2-Endstand (59.).

Für Bundesliga-Absteiger Werder Bremen wiederum setzte sich die Misere vorerst fort: Mit Marco Friedl und Romano Schmid (bis 72.) schied man mit 0:2 beim Drittligisten VfL Osnabrück aus. Aufseiten des VfL durften immerhin die ÖFB-Legionäre Lukas Gugganig und Manuel Haas jubeln.

Coach Marsch mit Sieg beim Debüt mit Leipzig

Leipzig musste beim Pflichtspiel-Debüt von Ex-Salzburg-Coach Jesse Marsch bei Zweitligist Sandhausen zwar auf Kapitän Marcel Sabitzer (Oberschenkelprellung) verzichten, bot aber ab der 68. Minute Konrad Laimer auf. Da war die Partie nach Treffern von Willi Orban (20.), Amadou Haidara (45.) und Christopher Nkunku (60.) längst gelaufen. Schließlich traf auch Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai nach langer Verletzungspause in seinem ersten Pflichtspiel für die Leipziger (81.). Für Sandhausen von Co-Trainer Stefan Kulovits kam wenige Tage nach seiner Verpflichtung auch schon Ex-Rapidler Marcel Ritzmaier (ab 64.) zum Einsatz.

Sabitzers Pause sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagte Marsch nach der Partie. "Aber es dauert nicht lange", meinte der US-Amerikaner, den die anhaltenden Gerüchte um einen Wechsel Sabitzers nicht zu stören scheinen. "Ich habe viel gehört und gelesen in den letzten Wochen über die Gerüchte zu Sabi, aber er arbeitet sehr gut bei uns", sagte Marsch.

Bayer Leverkusen (Baumgartlinger ab 88.) gewann 3:0 (2:0) beim Regionallisten Lok Leipzig, der VfB Stuttgart schlug ohne Sasa Kalajdzic (nach Corona) den Regionalligisten BFC Dynamo in Berlin mit 6:0 (2:0). Ein Torspektakel gab es auch beim Spiel der Bielefelder Arminia von Manuel Prietl, Alessandro Schöpf und Christian Gebauer bei der Spielvereinigung Bayreuth. Obwohl der Viertligist lange dran blieb, setzte sich Bielefeld am Ende doch klar mit 6:3 (2:1) durch.

In Rückstand geriet zunächst auch der FC Augsburg von Michael Gregoritsch (ab 60.) beim Greifswalder FC. Und auch nach einer 3:1-Führung der Gäste gab sich der Viertligist nicht geschlagen und verkürzte umgehend wieder. Am Ende hieß es aber 4:2 (1:1) aus Augsburger Sicht. (APA/dpa)

DFB-Pokal, 1. Runde:

  • BFC Dynamo (IV) - VfB Stuttgart (ohne Kalajdzic/Corona) 0:6 (0:2)
  • Eintracht Norderstedt (IV) - Hannover 96 (II) 0:4 (0:2)
  • Greifswalder SV (V) - FC Augsburg (Gregoritsch ab 60.) 2:4 (1:1)
  • Lok Leipzig (IV) - Bayer Leverkusen (Baumgartlinger ab 88.) 0:3 (0:2)
  • Sandhausen (II/Ritzmaier ab 64.) - RB Leipzig (Laimer ab 68., ohne Sabitzer/angeschlagen) 0:4 (0:2)
  • SpVgg Bayreuth (IV) - Arminia Bielefeld (mit Prietl, Schöpf bis 82., Gebauer ab 88.) 3:6 (1:2)
  • VfL Osnabrück (III) - Werder Bremen (II/mit Friedl, Schmid bis 72.) 2:0 (1:0)
  • SC Weiche Flensburg (IV) - Holstein Kiel (II) 2:4 n.V. (0:0)
  • Wuppertal (IV) - Bochum 1:2 n.V. (1:1,1:0)
  • Magdeburg (III) - St. Pauli 2:3 (II/mit Burgstaller/Tore zum 1:0/4. und 3:2/58.)
  • Ulm (IV) - Nürnberg (II) 0:1
  • SV Wehen Wiesbaden (III/Prokop ab 73., ohne Stangl) - Borussia Dortmund (I) 0:3 (0:2)

Kommentieren


Schlagworte