Neo-Wacker-Investor Ponomarew sah am Tivoli nur ein 0:0 gegen Lafnitz

Der FC Wacker musste sich am Samstagabend im Tivoli vor 2091 Zuschauern mit einer enttäuschenden Nullnummer gegen Lafnitz zufrieden geben.

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Das Lafnitzer Gehäuse war für Wacker-Stürmer Ronivaldo wie vernagelt.
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Innsbruck – Investor Michail Ponomarew saß am Samstagabend zum ersten Mal auf der Tivoli-Tribüne, aus den drei erhofften Punkten wurde allerdings nichts. Der fußballbegeisterte Russe, der sich zuvor schon die Zweiermannschaft beim 3:1-Sieg in Stams gegen Wörgl anschauen wollte, sah in der dritten Runde der zweiten Liga nur ein enttäuschendes 0:0 gegen Lafnitz. Die 2091 Zuschauer sahen ein rassiges Kampfspiel, aber keine Tore.

Dass es zur Halbzeit nur 0:0 stand, hatte hauptsächlich mit Andreas Zingl zu tun. Der Lafnitz-Goalie brachte die Hausherren mit tollen Paraden zur Verzweiflung. Fabio Viteritti (15.) scheiterte nach Traumpass von Ronivaldo ebenso, wie Marco Holz (37.), Lukas Fridrikas (40.), Florian Kopp (41.) mit einem sehenswerten Fallrückzieher und letztlich auch Darjo Grujcic (42.) mit einem Kopfball. Die Gäste aus der Steiermark, die immer wieder mit schnellen Konterstößen Nadelstiche setzten, waren beim Halbzeitpfiff mit der Nullnummer gut bedient. Der gesundheitlich angeschlagene FCW-Coach Daniel Bierofka, der sich einige Tabletten einwarf, um seine Mannschaft zu coachen, konnte zufrieden sein. Was fehlte, waren freilich die nötigen Tore.

⚽ Admiral 2. Liga, 3. Spieltag

Freitag:

  • Young Violets Austria Wien - GAK 0:0
  • SKU Amstetten - Vorwärts Steyr 3:0 (0:0)
  • Austria Lustenau - FC Liefering 2:1 (2:1)
  • Kapfenberger SV - FAC Wien 1:2 (0:1)
  • Blau Weiß Linz - SKN St. Pölten 1:1 (0:0)

Samstag:

  • FC Juniors OÖ - FC Dornbirn 5:2 (1:0)
  • Wacker Innsbruck - SV Lafnitz 0:0

Sonntag:

  • SV Horn - Rapid Wien II 1:1 (0:1)

Knapp vor dem Wechsel setzte so wie vor einer Woche gegen Kapfenberg starker Regen ein. Es schüttete aus Kübeln. Was die Sache für die Schwarzgrünen nicht leichter machte. Für den verwarnten Robert Martic brachte Bierofka Okan Aydin. Auf tiefem Boden entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, in dem sich FCW-Schlussmann Marco Knaller zweimal bewähren musste (47.,53.). Sein Gegenüber konnte das Geschehen zunächst entspannt verfolgen.

Nach einer Stunde ließ der Regen nach, die Wacker-Offensive kam nicht so recht auf Touren. Dafür witterten die Steirer ihre Chance und näherten sich immer intensiver dem Wacker-Gehäuse. Ein Doppelwechsel – Galle und Soares kamen für Viteritti und Jamnig – sollte die Wende bringen. Daraus wurde nichts, weil Schiedsrichter Gabriel Gmeiner ein herrliches Seitfallzieher-Tor von Ronivaldo (87.) wegen gefährlichen Spiels aberkannte. Was in Ordnung war, denn der Fuß des Brasilianers war zu knapp am Kopf von Florian Sittsam. Weil die Gäste die fünfminütige Nachspielzeit überstanden, blieb es bei der ebenso enttäuschenden wie gerechten Nullnummer.

Ein Elferfoul an Ronivaldo (93.) hätte man durchaus noch pfeifen können, aber an diesem verregneten Tag sollte beim Wacker-Debüt von Stefan Hager, der in der Schlussphase eingewechselt wurde, kein Tor im Tivoli fallen. Was Bierofka sprachlos machte, denn seine angeschlagenen Stimmbänder ließen kein Interview mehr zu. (TT)


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