Sieben auf einen Streich: Österreich übertraf alle Olympia-Erwartungen

Einmal Gold, einmal Silber und fünfmal Bronze: Österreichs Olympioniken traten mit der zweitgrößten Edelmetall-Ausbeute der ÖOC-Geschichte die Heimreise aus Japan an. Alle Medaillengewinner auf einen Blick sowie weitere interessante Fakten zum rot-weiß-roten Tokio-Abschneiden.

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Kletter-Ass Jakob Schubert war der einzige Tiroler Medaillengewinner in Tokio.
© GEORG HOCHMUTH

Tokio – Mit sieben Medaillen hat Österreichs Team bei den Olympischen Spielen in Tokio die Medaillenerwartungen übertroffen und die erfolgreichste Performance im Zeichen der Fünf Ringe im Sommer seit Athen 2004 hingelegt. Die Japan-Spiele haben dem Österreichischen Olympische Komitee (ÖOC) die zweitmeisten Medaillen in der Geschichte von Sommerspielen gebracht. Es ist gemessen an der Anzahl der Bewerbe mit 2,1 der höchste Prozentsatz seit Mexiko 1968 und Athen 2004 (je 2,3).

Für Österreich hatte Anna Kiesenhofer sensationell Gold im Rad-Straßenrennen erobert. Dazu gab es Silber im Judo durch Michaela Polleres (bis 70 kg) sowie Bronze für deren Teamkollegen Shamil Borchashvili (bis 81 kg), Magdalena Lobnig im Ruder-Einer, Lukas Weißhaidinger im Diskuswurf, Karateka Bettina Plank in der Kumite-Klasse bis 55 kg und Kletterer Jakob Schubert.

Österreichs Medaillengewinner

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Radfahrerin Anna Kiesenhofer sorgte für das rot-weiß-rote Gold-Highlight.

Radfahrerin Anna Kiesenhofer sorgte für das rot-weiß-rote Gold-Highlight.

© GEPA pictures/ Markus Oberlaender

Judoka Michaela Polleres eroberte Silber.

Judoka Michaela Polleres eroberte Silber.

© GEPA pictures/ Christian Walgram

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"Zwei Spiele haben wir mangels sportlichen Erfolgen eine Medaillenfeier ausgelassen. Jetzt darf endlich wieder gefeiert werden - unter Einhaltung aller COVID-19-Maßnahmen, das versteht sich von selbst. Wir sind richtig stolz auf unser Olympia-Team", freute sich ÖOC-Präsident Karl Stoss und spielte auf den Olympia-Empfang in der Hofburg bei Bundespräsident Alexander van der Bellen am Dienstag (17.30 Uhr/ab 18.20 live ORF 1) an.

In Athen wog die Ausbeute mengenmäßig gleich, strahlte aber inhaltlich im Vergleich zu 1/1/5 mit 2/4/1 mehr. Gemessen nach der Anzahl Gold, Silber, Bronze waren es die achterfolgreichsten Sommerspiele der Geschichte für Österreich, voran liegt unangefochten Berlin 1936 mit 4/6/3.

ÖOC sieht nach wie vor "viel Luft nach oben"

Erweitert wurde die Liste jener Sportarten, in denen Österreich schon erfolgreich war, um Karate und Klettern, in denen es beim Olympia-Debüt dieser Sportarten jeweils eine Bronzemedaille gab. Man hält bei insgesamt 21/35/41 und gesamt 97, womit in drei Jahren in Paris der Hunderter fallen könnte.

Trotz aller Zufriedenheit will man im ÖOC aber mehr. Man wisse, dass Österreich in den olympischen Sommersportarten nach wie vor "viel Luft nach oben" habe, meinten Stoss und Generalsekretär Peter Mennel. "Es stimmt, dass einige kleinere Länder im Medaillenspiegel klar vor uns liegen. Das zeigt, dass wir uns weiter steigern können und müssen." Gleich nach der Medaillenfeier am Dienstag beginne daher die Analyse sowie eine anonyme Befragung aller Aktiven und Coaches. (APA, TT.com)

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Österreichs Olympia-Medaillen seit 1896.
© APA

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