Steinschlag bei Bergung: 29-jähriger Retter verhinderte Schlimmeres

Bei der Bergung löste sich ein etwa 30 bis 40 Zentimeter großer Stein und fiel direkt auf den Verletzten und zwei Bergretter zu. Ein 29-Jähriger konnte Schlimmeres verhindern und wurde am rechten Unterarm verletzt.

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(Symbolfoto)
© Zangerl

Kufstein – Ein 54-jähriger Deutscher machte am Samstag eine Wanderung auf das Sonneck, weiter über die Hackenköpfe zum Schauffauer. Gegen 16 Uhr erreichte der erfahrene Wanderer den Gipfel des Sonnecks und entschied sich, trotz aufziehender Wolken, nicht von der geplanten Route abzuweichen. Gegen 17.30 Uhr kam er auf dem Normalweg über die Hackenköpfe vom Weg ab und geriet in immer steiler werdendes Felsgelände auf der Nordseite. Dort dürfte er rund 100 Höhenmeter immer weiter abgestiegen sein, bis er feststellte, dass dort ein Weiterkommen nicht mehr möglich ist. Er versuchte mehrfach wieder zurück auf den Grat zu steigen, dabei rutschte er schließlich aus und stürzte rund fünf Meter nach unten, wo er mit Schürfwunden an Armen und Beinen auf einem Felsvorsprung liegen blieb. Gegen 19 Uhr setzte er einen Notruf ab.

Die Bergrettungen Scheffau und Kufstein stiegen mit insgesamt elf Einsatzkräften zum Verunfallten auf und konnten diesen gegen 0.30 Uhr erreichen. Im Zuge einer aufwändigen Bergeaktion konnte der Wanderer leicht verletzt und unterkühlt geborgen und in weiterer Folge ins Tal gebracht werden.

Großer Stein fiel auf Verletzten und Bergretter zu

Im Zuge der Bergeaktion kam es etwa 50 Höhenmeter unterhalb des Grates zu einem Steinschlag. Ein etwa 30 bis 40 Zentimeter großer Stein löste sich ohne das Zutun der Retter und fiel direkt auf den Verletzten und zwei Bergretter zu. Durch das beherzte Eingreifen eines 29-jährigen Bergretters, welcher den Stein mit seinen Unterarmen abwehrte, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Der 29-Jährige zog sich unbestimmte Verletzungen am rechten Unterarm zu. Er konnte die Bergung fortsetzen und anschließend selbstständig ins Tal absteigen. (TT.com)

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