Vier Rollstuhlfahrer aus Bergnot im Salzkammergut gerettet

Auf einer steilen Wegpassage mit grobem Untergrund lösten bei allen vier Rollstühlen die Überhitzungssicherungen der Elektromotoren aus. Die Gruppe musste einen Notruf absetzen.

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Gmunden – Vier Personen mit elektrischen Rollstühlen sind am Samstag am Grünberg in Gmunden in Bergnot geraten. Auf einer steilen Wegpassage mit grobem Untergrund lösten bei allen vier Rollstühlen die Überhitzungssicherungen der Elektromotoren aus und die insgesamt achtköpfige Gruppe mit Menschen mit Beeinträchtigung sowie Betreuern konnte nicht mehr weiter. Alle Beteiligten wurden schließlich mit Fahrzeugen auf den Grünberg retour gebracht und fuhren mit der Seilbahn ins Tal.

Die achtköpfige Gruppe aus Personen mit Beeinträchtigung – darunter vier mit elektrischen Rollstühlen – und deren Betreuern unternahm am Samstag einen Ausflug auf den Grünberg in Gmunden. Die Gruppe fuhr mit der Grünbergseilbahn auf den 1004 Meter hohen Berg hinauf. Hinunter wollte man zu Fuß in Richtung Traunsee-Ostufer gehen und mit dem Schiff zurück zum Ausgangspunkt, der Grünbergseilbahn-Talstation, fahren.

Beteiligten blieben unverletzt

Beim Abstieg über die Forststraße und in weiterer Folge über den Wanderweg Dürrenberg in Richtung Gasthof Hoisn wurde der Untergrund nach rund 3,5 Kilometern Wegstrecke aber immer schlechter und die Forststraße ging schlussendlich in einen Traktor- bzw. Wanderweg über. Bei diesem gab es für die E-Rollstuhlfahrer kein Weiterkommen mehr und die Gruppe drehte geschlossen wieder um. Da jedoch die Wegpassage relativ steil war und der Untergrund mit sehr großen Steinen zu grob für die Rollstühle war, lösten schließlich bei allen Rollstühlen die Überhitzungssicherungen der Elektromotoren aus und daraufhin musste die Gruppe gegen 17.40 Uhr einen Notruf absetzen.

Der Bergrettungsdienst Gmunden und ein Beamter der Alpinpolizei Gmunden begaben sich mit einem Bergrettungs- und einem Polizeifahrzeug zum Einsatzort. Nachdem die Personen von deren Rollstühlen in das Bergrettungsfahrzeug umgelagert wurden, wurden die Sitzbänke des Polizeifahrzeuges ausgebaut, um die rund 100 Kilogramm schweren Rollstühle in das Fahrzeug in zwei Fahrten zum Grünberg zu fahren. Alle Beteiligten blieben unverletzt und konnten mit der letzten Fahrt der Grünbergseilbahn ins Tal fahren. Zu dieser Zeit waren die Motoren der Rollstühle auch wieder abgekühlt und der Antrieb funktionierte wieder. (APA)


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