Derzeit Ruhe an der Pleitenfront in Tirol, „Safety-Car-Phase“ noch aufrecht

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Innsbruck – Im zweiten Quartal 2021 ist die Zahl der Firmenpleiten weiter gesunken, nicht zuletzt aufgrund des damals noch aufrechten Insolvenzmoratoriums. Von April bis Juni zählte die Statistik Austria bundesweit 580 Fälle von Zahlungsunfähigkeit und damit um 25,2 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 1065 Insolvenzen registriert, gegenüber dem Vergleichszeitraum vor der Corona-Krise ergibt sich ein Minus von 57,2 %.

In Tirol ist die Insolvenzsituation derzeit ruhig, schildert KSV-Chef Klaus Schaller. Seit dem Ende des Insolvenzmoratoriums Ende Juni sei aber bei den Firmenpleiten „durchaus eine Steigerung wahrzunehmen“. Dabei handle es sich aber durchwegs um „extrem kleine Fälle“. Seit Juni seien elf Insolvenzverfahren eröffnet und zwölf mangels Kostendeckung abgewiesen worden.

Aufrecht ist noch die so genannte „Safety-Car-Phase“ – dabei müssen Unternehmen die aufgestauten Stundungen nicht auf einen Schlag zurückzahlen, sondern können Ratenzahlungen beantragen.

Das neue „Reorganisationsverfahren“ habe in Tirol bisher kein Unternehmen in Anspruch genommen. „Ich gehe davon aus, dass in Tirol kaum solche Verfahren auftreten werden“, sagt Schaller. Denn die Voraussetzungen und die Beratung dafür seien für kleine, angeschlagene Firmen kaum finanzierbar. (mas, APA)

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