Hoch Luzifer hat Europa im Griff: Hitze-Rekord von 48,8 Grad auf Sizilien

In der Provinz Syrakus auf Sizilien wurde am Mittwoch eine Rekordtemperatur von 48,8 Grad gemeldet. Dabei dürfte es sich um die höchste Temperatur handeln, die bisher auf dem europäischen Kontinent aufgezeichnet wurde.

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Die Hitzewelle soll ihren Höhepunkt am Freitag mit bis zu 48 Grad erreichen. (Symbolbild).
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Rom – Die Hitzewelle, die Italien seit mehreren Tagen im Würgegriff hält, treibt die Temperaturen auf Rekordhöhe. In der Provinz Syrakus auf Sizilien wurde am Mittwoch eine Rekordtemperatur von 48,8 Grad gemeldet. „Wenn die Daten nach entsprechenden Analyse bestätigt werden, könnte es sich um die höchste Temperatur handeln, die bisher auf dem europäischen Kontinent aufgezeichnet wurde", sagte der Meteorologe des Portals 3bmeteo.com, Manuel Mazzoleni.

„Damit würde ein neuer Rekord nach den 48 Grad in Athen am 10. Juli 1977 gestellt werden", ergänzte der Experte. In den nächsten Tagen könnte die Temperatur auf Sizilien 49 oder 50 Grad erreichen. Der letzte Rekord auf Sizilien war im August 1999 mit einer Temperatur in der sizilianischen Stadt Enna von 48,5 Grad gestellt worden.

Auch der Rest Italien stöhnt wegen der Hitzewelle. Mit 39 bis 42 Grad wird in den süditalienischen Regionen Kalabrien, Apulien, Basilikata und Kampanien gerechnet. Die Wetterexperten erwarten auch in der Toskana, im Latium und in der Region Emilia Romagna Temperaturen zwischen 39 und 40 Grad. In Rom dürften es 38 Grad sein, in Venetien und der Lombardei 37, 32 Grad werden in Ligurien erwartet.

Höhepunkt am Freitag erwartet

Mit dem Höhepunkt der Hitzewelle rechnet Italien kommenden Freitag. Die Zahl der Städte, in denen wegen möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung Alarmstufe Rot ausgerufen wird, soll von zehn am Donnerstag auf 15 am Freitag steigen. Betroffen sind unter anderem Bozen, Triest, Bologna, Rom, Bari und Palermo, teilten die Gesundheitsbehörden in Rom mit.

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Das afrikanische, subtropische Hochdruckgebiet, das „Luzifer" getauft wurde, soll sich in den nächsten Tagen verstärken. In den Notaufnahmen der römischen Krankenhäuser wurden bereits Senioren behandelt, die an akutem Flüssigkeitsmangel litten. Die Hitzewelle dehnt sich inzwischen auch immer mehr auf den Norden des Landes aus.

Die italienischen Badeorte bereiten sich auf einen heißen "Ferragosto" (15. August) vor. Kurz vor dem Festtag Mariä Himmelfahrt sind die Strände des Stiefelstaates voll. Nach Angaben des Betreiberverbands CNA sind diese komplett ausgebucht. Dabei sind die Gäste zum Großteil heimische Besucher. (APA, TT.com)


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