Tiroler Feuerwehrleute in Griechenland: Erste Brände gelöscht

Bei großer Hitze hatten die Tiroler Feuerwehrleute in Griechenland ihren ersten Einsatz.

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Die Tiroler Feuerwehrmänner beim ersten Einsatz am nordwestlichen Peloponnes.
© LFV/Crepaz

Von Thomas Hörmann

Doukas – Am Donnerstag wurde es ernst: Nach zweitägiger Anreise auf der Autobahn und per Fähre über die Adria standen die fünf Tiroler Feuerwehrmänner erstmals in Griechenland im Löscheinsatz. Und zwar am nordwestlichen Peloponnes in der Nähe von Olympia, dem Austragungsort der Olympischen Spiele in der Antike. Vom Basislager der Tiroler und Salzburger Feuerwehrmänner bei einer Schule im Dorf Doukas „ging es etwa drei bis vier Kilometer durch unwegsames und teils verbranntes Gelände zu unserem ersten Einsatzort“, schildert Georg Crepaz, Ausbilder beim Landesfeuerwehrverband: „Die örtlichen Feuerwehren haben mit Baggern bereits Schneisen ins Waldgebiet geschlagen.“

Der erste Auftrag lautete, einen glimmenden Baumstamm zu löschen und die Brandwache im Einsatzgebiet zu übernehmen.
© LFV Salzburg/Mike Leprich

Der erste Auftrag lautete, einen glimmenden Baumstamm zu löschen und im Einsatzgebiet Brandwache zu halten, um ein erneutes Aufflammen von Glutnestern rechtzeitig zu verhindern. Die fünf Tiroler, die mit dem Tanklöschfahrzeug vor Ort waren, hatten den Brand bereits nach 15 Minuten unter Kontrolle. Dann war ein Löscheinsatz in eigener Sache nötig: „Es herrscht eine extreme Hitze, es ist sehr trocken und dazu kommt der Wind“, beschreibt Crepaz die ungewohnte Situation: „Jeder von uns hat nach dem Löschen des Baumes einen Liter Wasser in 20 Minuten getrunken.“ Eine Halbliterflasche Mineralwasser „ist hier weg wie nix. Wir müssen wirklich viel trinken, und das nicht erst, wenn wir den Durst spüren.“

Jörg Degenhart, Waldbrand-Experte des Landesfeuerwehrverbandes und Leiter der Griechenland-„Expedition“, ergänzt, dass „wir noch immer in der Erkundungsphase sind. Mit Luftaufnahmen von unserer Drohne haben wir uns bereits ein Bild von der Lage gemacht.“ Wie Degenhart weiters schildert, „sind auch Ausbildungsoffiziere von der griechischen Feuerwehr im Boot“.


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