Tierschutzbund stellte Strafanzeige gegen Fünfkämpferin Schleu

Der Olympia-Teilnehmerin und ihrer Trainerin wird Tierquälerei bzw. Beihilfe zur Tierquälerei vorgeworfen. In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen hätten Tiere nichts zu suchen. Die Anzeige diene auch der grundsätzlichen Klärung dieses Problems.

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Ihr Olympia-Auftritt hat für Annika Schleu ein Nachspiel
© GEPA pictures/ SNA/ Grigory Sysoev

Berlin – Der Deutsche Tierschutzbund hat nach den Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen in Tokio Strafanzeige gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und die deutsche Trainerin Kim Raisner gestellt. Wie die Organisation am Freitag mitteilte, wirft sie Schleu aufgrund der Ereignisse beim Reitwettbewerb Tierquälerei vor und Raisner Beihilfe zur Tierquälerei.

Das Schleu zugeloste Pferd hatte im Parcours verweigert, Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten "Hau mal richtig drauf!" zum Einsatz der Gerte aufgefordert. In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen hätten Tiere nichts zu suchen, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Die Anzeige diene auch der grundsätzlichen Klärung dieses Problems. Schleu habe in anschließenden Interviews Einsicht vermissen lassen, kritisierte der Tierschutzbund.

In einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" hatte sich Schleu zuletzt erneut gegen den Vorwurf gewehrt, ihr Pferd im Wettkampf gequält zu haben. Vom Weltverband habe sie sich danach allein gelassen gefühlt, dessen deutscher Präsident Klaus Schormann habe nicht mit ihr gesprochen. Schröder bezeichnete einen Rücktritt von Schormann als überfällig. (APA, dpa)

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