„Leute verlieren Verständnis": Bürgermeister will Lösung für Valserbach

Nach den Überschwemmungen und Vermurungen in Vals Anfang des Monats fordert Bürgermeister Klaus Ungerank von den Behörden eine Lösung für den Valserbach. Die Einwohner würden langsam das Verständnis für Natura 2000 verlieren.

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Aufräumen nach Mure auf Straße im Valser Tal.
© TT/Böhm

Vals – Anfang des Monats sorgen starke Regenfälle für Überschwemmungen und Vermurungen in Vals. Der Valserbach trat über die Ufer, überflutete einen Parkplatz, riss eine Brücke mit und überschwemmte Felder. Leider nichts mehr außergewöhnliches, wie der Valser Bürgermeister Klaus Ungerank berichtet: „Man merkt schon, dass das vermehrt auftritt. Früher, wenn es so intensiv geregnet hat, dann hat es am Olperer auf 3300 Meter geschneit. Heuer nur ein einziges Mal." Wenn es regnet und abkühlt, gäbe es keine Probleme. Aber dazu käme es nun nicht mehr, wie der Bürgermeister anmerkt. „Das hat sicher auch mit der Klimaerwärmung zu tun. Die zwei Grad wärmer drücken die Schneefallgrenze nach oben. Und die Lösung von früher gibt es nicht mehr."

📽️ Video | Bürgermeister pocht auf baldige Lösung für Valserbach

Noch immer wird in Vals aufgeräumt, Behelfswege und Brücken werden errichtet, die Felder geräumt. Hochwasserschutzbauten und Schutz vor Muren sind im Natura-2000-Gebiet schwer bis gar nicht umzusetzen.

„Das hängt auch von der Behörde ab", erklärt Ungerank. „Natürlich gibt es Einschränkungen. Wir wollen selber, dass die Natur so schön bleibt, wie sie ist." Aber die Leute lebten hier und lebten teilweise von der Landwirtschaft und wenn man alle Jahre „den Dreck aufräumen" müsse, dann verliere man irgendwann die Lust und das Verständnis für Natura 2000.

Vergangenen Montag war der Valser Bürgermeister in Innsbruck bei der Wildbachverbauung und zuständigen Politikern. Ungerank pochte dort auf eine baldige Lösung für den Valersbach. (TT.com)


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