Brände in Griechenland: Satellitenbilder zeigen Ausmaß der Zerstörung auf Euböa

Innerhalb von zehn Tagen fiel eine enorme Fläche der Insel Euböa den Flammen zum Opfer. Ein Vergleich der Satellitenaufnahmen vor und nach dem Feuer zeigt, wie verheerend die Brände für die Insel waren.

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Euböa gehört zu einem der am härtesten getroffenen Gebiete. Die Satellitenbilder verdeutlichen dies.
© AFP

Athen - Die Waldbrände, die durch Griechenland wüteten, waren vor allem für die Insel Euböa verheerend. Am Donnerstag entspannte sich die Lage im Land. Wahrscheinlich sind mehr als 100.000 Hektar verbrannt. Aufnahmen des Satelliten Copernicus Sentinel-2 vom 1. August, vor den Feuern, und vom 11. August zeigen den Ausmaß der Zerstörung in Euböa.

Mehr als 100.000 Hektar verbrannt

Die Lage in Griechenland hat sich dank Regenfällen vorläufig entspannt. Nun begann die griechische mit der Registrierung der Schäden. Schätzungen zufolge wurden bei den schweren Bränden im August mehr als 100.000 Hektar Wald- und Buschland sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen zerstört. Eine abschließende Zahl der Häuser, die zerstört oder beschädigt wurden, lag vorerst nicht vor.

Ein zentrales Element der Pläne der Regierung sei nun die umgehende Wiederherstellung und Aufforstung der betroffenen Gebiete. Dafür werde ein Direkthilfepaket im Umfang von 500 Millionen Euro bereitgestellt. Innerhalb des Landes gibt es für diesen Wiederaufforstungsplan jedoch Kritik. So bemängelt die linke Oppositionspartei Syriza, dass der Plan für lediglich 16.500 Hektar vorgesehen sei, obwohl eine wesentlich größere Fläche den Flammen zum Opfer fiel.

📽️ Video | Verheerende Folgen der Brände für die Bewohner der Insel Euböa

Mitsotakis: Klimakrise einer der Hauptgründe

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis sieht in der Klimakrise einen der Hauptgründe für die verheerenden Waldbrände im Land. "Ich betone, es ist kein Klimawandel, es ist eine Klimakrise. Und wir als Land sind Teil davon", sagte er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Athen. Das Feuer hätte auch deshalb so gewütet, weil den Bränden eine Hitzewelle vorausgegangen sei, die das Land ausgetrocknet habe. Das Thema Umwelt müsse zur nationalen Hauptaufgabe gemacht werden.

Mitsotakis betonte des Weiteren, dass die Brände kein griechisches, sondern ein mediterranes und weltweites Problem seien. "Schauen Sie sich an, was in Italien und anderen Ländern passiert." Er kündigte an, beim nächsten Gipfel der Mittelmeerländer Möglichkeit zur Zusammenarbeit bei der Brandbekämpfung auszuloten. Er bedankte sich zudem ausdrücklich für die internationale Hilfe aus 24 Staaten. (TT.com, APA)


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