Knappes 1:0 in der Fremde: Aydin erlöste den FC Wacker in Steyr

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Okan Aydin war der umjubelte Torschütze beim Wacker-Auswärtssieg.
© GEPA pictures/ Christian Moser

Von Wolfgang Müller

Steyr – Souverän ist anders – der FC Wacker erspielte sich am Freitag beim noch punktelosen Schlusslicht Vorwärts Steyr einen knappen 1:0-Auswärtssieg, der freilich höher ausfallen hätte müssen. In den Schlussminuten mussten die Schwarz-Grünen um den Erfolg noch bangen. Mit den drei Punkten in Oberösterreich verbesserten sich die Innsbrucker auf den vierten Platz der Zweiten Liga, nur noch einen Zähler hinter Tabellenführer Austria Lustenau. Die Vorarlberger bezogen beim FAC mit 0:3 die erste Saisonniederlage.

Weil Darijo Grujcic mit einer Knieverletzung kurzfristig ausfiel, feierte Stefan Hager in der Innenverteidigung sein Startelf-Debüt. Auch der Platz von Stürmer Alex Gründler im Vereinsbus blieb leer – der Stürmer erlitt im Abschlusstraining eine Sprunggelenksverletzung. Dafür stand erstmals wieder Rami Tekir im FCW-Kader.

⚽ 2. Liga, 4. Spieltag

Freitag:

  • FC Liefering - SKU Amstetten 1:1 (0:1)
  • Vorwärts Steyr - Wacker Innsbruck 0:1 (0.0)
  • FC Dornbirn - Young Violets Austria Wien 1:1 (0:0)
  • FAC Wien - Austria Lustenau 3:1 (3:0)
  • GAK - FC Juniors OÖ 5:1 (4:1)
  • SV Lafnitz - Blau Weiß Linz 3:1 (2:1)

Samstag:

  • Rapid Wien II - Kapfenberger SV 0:3 (0:1)

Sonntag:

  • SKN St. Pölten - SV Horn 10.30 Uhr

Wie erwartet, bestimmten die Gäste aus Tirol von Anpfiff an das Spielgeschehen. Beim Gastgeber saß letztmals Andreas Milot auf der Trainerbank. Im nächsten Zweite-Liga-Spiel soll Daniel Madlener den Cheftrainerposten bei Vorwärts übernehmen. Trotz permanenter Wacker-Überlegenheit ließen die Oberösterreicher bis zum Pausenpfiff keinen Gegentreffer zu. Das lag an Steyr-Goalie Thomas Turner, der bei Schüssen von Flo Jamnig (22., 33.), Lukas Fridrikas (19.) und Alex Joppich (45.) auf dem Posten war. Aber auch an der Harmlosigkeit der FCW-Offensive, die im Abschluss einmal mehr enttäuschte. Die Hausherren waren vor dem Wechsel einmal gefährlich, als Ex-Wacker-Kapitän Christoph Freitag mit einem Weitschuss Marco Knaller prüfte.

In der 57. Minute sorgte FCW-Coach Daniel Bierofka mit einem Doppelwechsel für die Wende. Zunächst scheiterten Marco Holz und Ronivaldo mit Kopfbällen jeweils an der Querlatte (57..), dann ließ sich der eingewechselte Okan Aydin in der 61. Minute nach Zuspiel von Jamnig als Torschütze feiern. Der Vorsprung wurde nur verwaltet, daher kam in der Schlussphase noch einmal Hektik auf. Martinovic und Jamnig sahen Rot, obwohl die beiden eigentlich nach einer Massen-Remplerei nur schlichten wollten. Steyr-Coach Milot erhielt Gelb-Rot.

Letztendlich freute sich der FC Wacker über den zweiten Ligasieg, der einer einmal mehr sehr sicheren Defensive zu verdanken war. In den bisherigen vier Meisterschaftsspielen ließen die Tiroler erst einen Gegentreffer zu. Dafür mangelt es eklatant an der Chancenverwertung. Nur vier Treffer in vier Spielen sind für einen Aufstiegskandidaten eindeutig zu wenig.


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