Drei Millionen Euro für Rettung der „Eule“-Therapiezentren

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© Thomas Böhm / TT

Innsbruck – Die Auffanglösung für die Tiroler Therapiezentren der „Eule“ steht. Nach mehreren Verhandlungswochen haben sich Land Tirol, Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), Tirol Kliniken und Diakoniewerk auf eine Neustrukturierung der therapeutischen Versorgung für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen geeinigt. Ein entsprechender Regierungsantrag wurde am Sonntag beschlossen.

Das Land Tirol stellt jährlich eine maximale Fördersumme von 2,16 Millionen Euro, die ÖGK von 900.000 Euro bereit. Für die betroffenen Familien soll das Angebot nahtlos und flächendeckend zur Verfügung gestellt werden. Die Diakonie als neuer Betreiber will zudem Gespräche mit den Mitarbeiten der Eule führen, um weitere Beschäftigungsmöglichkeiten abzuklären.

„Durch das enge Zusammenspiel zwischen dem niedergelassenen Bereich und den Therapiezentren ist das Angebot flächendeckend sichergestellt. Zusätzlich ist uns mit der unabhängigen ­Diagnostik ein ­Qualitätssprung gelungen“, erklärt Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne). Demnach sollen in komplexen Fällen, bei denen verschiedene Arten von Therapien für Besserung sorgen, die Tirol Kliniken Therapiepläne erstellen und evaluieren, was für das einzelne Kind am besten ist.

„Die Eckpunkte mit der Diakonie sind fixiert, wir sehen einem Vertragsabschluss mit der Diakonie optimistisch entgegen. Im Fokus stehen für uns ganz klar die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien“, betonen Werner Salzburger und Arno Melitopulos-Daum von der ÖGK.

In den kommenden Wochen sollen die nächsten Umsetzungsschritte gesetzt und die betroffenen Familien informiert werden. (TT)


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