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Reise nach Mantua: Große Kulisse mit kleinen Stöber-Läden

Mantuas Renaissance-Fürsten gönnten sich einst überwältigende, raumfüllende 3D-Gemälde, eine Riesenkathedrale und gleich zwei Paläste – bis heute ist es das XXL-Panorama der Kleinstadt.

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Von Stephan Brünjes

Hhm, auf den ersten Blick irgendwie mittelmäßig, dieses Mantua: Die Arkaden-Gassen? Sind in Bozen und Meran stilvoller inszeniert. Knatternde Vespas in der Fußgängerzone? Kann Florenz dramatischer. Die Piazza Delle Erbe? Ganz nett, der Platz, aber kein Vergleich mit Lucca oder Siena: Wie verzogene Pulte und Kommoden im Möbellager lehnen die Häuser um Mantuas Vorzeige-Karree herum, Mittelalter-Fassaden bröckeln vielerorts, gezeichnet von oft schwülem Klima und Renovierungsstau.


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