Zugspitz Arena: Jubel und Verdruss bei Touristikern

Zugspitz Arena jubelt über neues Regionsbüro und volle Betten, Obmann Theo Zoller kritisiert fehlende Tourismusgesinnung.

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Marketingleiter Christian Pfanner, Geschäftsführerin Petra Fraune und Obmann Theo Zoller (v. l.) stellten die neuen TVB-Räumlichkeiten vor.
© Tschol

Von Simone Tschol

Ehrwald – Beim TVB Tiroler Zugspitz Arena ist derzeit alles auf Schiene. Das neue Regionsbüro konnte nach dem 850.000 Euro teuren Umbau bezogen werden und auch die Sommersaison verläuft nach verhaltenem Start vielversprechend. „Im Juli lagen wir mit 190.000 Nächtigungen nur leicht hinter den Werten von 2019. Und die Saison wird sich in den Herbst hinein verlängern. Die Nachfrage ist groß“, lässt Geschäftsführerin Petra Fraune wissen.

Was die Auslastung der Gästebetten betrifft, halten sich Winter und Sommer die Waage. Aber das Ziel ist klar definiert. „Wir wollen eine Ganzjahresdestination werden“, erklärt Marketingleiter Christian Pfanner. Im Herbst soll das Thema Kulinarik ausgebaut werden. Pfanner: „Die Qualität ist top, wir müssen es nur kommunizieren.“

Obmann Theo Zoller ist stolz auf das, was seit seinem Amtsantritt im November 2019 geleistet wurde: „Trotz aller Restriktionen haben wir massiv investiert und mit Hochdruck daran gearbeitet, die Zugspitz Arena als Urlaubsdestination weiterzuentwickeln und innovativ aufzustellen.“ Was ihm jedoch besonders sauer aufstößt, ist die anhaltende Kritik an der Kurtaxenerhöhung von zwei auf drei Euro. Zoller: „Es wird dabei immer vergessen, was die Tourismusbranche für die Region leistet. Ohne den TVB könnten viele Investitionen, welche die Freizeitqualität auch für Einheimische erhöhen, gar nicht getätigt werden. Das wird einfach nicht erkannt.“ Zoller meint damit zum Beispiel das Spuren der Loipen, die Errichtung und Instandhaltung der Wander- und Erlebniswege sowie der Bikerouten oder den Bau von Spielplätzen. Auch bei der Sanierung des Hallenbades in Ehrwald sowie des in die Jahre gekommenen Zugspitzsaales trägt der TVB mit 7,5 bzw. 1,2 Millionen Euro je die Hälfte der Kosten. Zoller: „Wir geben das Geld ja nicht für irgendwas aus. Wir haben gut gewirtschaftet, die Bilanzsumme fast verdoppelt und Werte geschaffen, die auch der Einheimische nutzt. Deshalb wäre es Zeit für mehr Tourismusgesinnung.“

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