Ein Fall für Motz: Spesenfalle Bankomat im Urlaub

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Symbolfoto.
© HANS KLAUS TECHT

Von Michael Motz

Wer fern der Heimat Geld abhebt, kann in eine Spesenfalle geraten. Das war schon immer so und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wie eine aktuelle Mail eines Mannes aus Lienz belegt: „Wir möchten eine Meerwoche für Senioren in Porec anbieten. Da erhebt sich die Frage, wie kann man in Kroatien am günstigsten Euro in Kuna umwechseln?“ Hintergrund der Frage ist eine persönliche Schröpferfahrung. Der Mann war kürzlich zur Planung der Reise in Porec und wechselte beim Bankomaten im Hotel Geld. Dabei wurde er von üppigen Spesen überrascht. Er erinnert sich: „Bei der Behebung kann man zwischen zwei Modalitäten des Kurses wählen.“

Bernhard Siegmund von der Rechts- und Konsumentenpolitischen Abteilung der AK Tirol kennt das Prozedere, dass man beim Geldabheben gefragt wird, „ob in Euro oder in der Landeswährung abgerechnet werden soll. Viele entscheiden sich für die Euro-Abrechnung, bei der der Bankomatbetreiber den Wechselkurs festlegen darf.“ Das kann kostspielig werden: „Wer in Kroatien 267 Euro abhebt, muss mit Spesen bis zu knapp fünf Euro rechnen, dazu können hohe Wechselkurse kommen.“ Zudem warnen Konsumentenschützer, Bargeld nicht mit der Kreditkarte abzuheben. Das kommt noch teurer. Für Detailfragen gibt es einen aktuellen AK-Link: https://www.arbeiterkammer.at/beratung/konsument/Geld/Bargeldloszahlen/Plastikgeld_im_Urlaub.html

Bitte informieren Sie sich vor der Reise, damit Sie nicht vor Wut, sondern höchstens wegen der Hitze einen roten Kopf unter südlicher Sonne kriegen.

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