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Hürdenlauf Kindergartenplatz: Ein Stichtag macht Familien Probleme

Der Sohn einer Tirolerin wird am 12. September drei Jahre alt – elf Tage zu spät, um einen begehrten Kindergartenplatz zu bekommen. Grund ist ein Stichtag, der vielen Probleme bereitet.

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Daniela Liensberger mit ihren beiden Söhnen Moritz (2 Jahre alt) und Dominic (7).
© Falk

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Daniela Liensberger hat es eilig: Von der Wohnung im Stadtteil Sieglanger in Innsbruck geht es in der Früh zur Kinderkrippe in die Peerhofsiedlung, danach zur Arbeit nach Wattens. Zu Mittag heißt es schnell zurück nach Innsbruck fahren, um den zweijährigen Moritz wieder abzuholen. Sie ist immer froh, wenn es sich unterwegs auf der Autobahn nicht staut, nur dann schafft sie es pünktlich. Auch der finanzielle Aufwand ist beträchtlich: Die Betreuung in der privaten Kinderbetreuungseinrichtung kostet pro Monat mit Essen 360 Euro. Im Herbst sollte alles etwas leichter werden – das hatte sie zumindest gehofft –, denn da sollte Moritz in den Kindergarten Sieglanger gehen. Doch es gibt keinen Platz, und ein Stichtag regelt die Aufnahme. Es ist der 1. September, Kinder, die später zur Welt gekommen sind, müssen ein Jahr lang warten.


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