Simon-Wiesenthal-Preis erstmals ausgeschrieben

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion
Nationalratspräsident Sobotka und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, präsentierten Wiesenthal-Preis.
© imago/Juen

Wien – Im Vorjahr wurde er von Nationalrat beschlossen, jetzt wird er erstmals ausgeschrieben. Mit dem Simon-Wiesenthal-Preis (www.wiesenthalpreis.at) wird zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und für die Aufklärung über den Holocaust prämiert. Er ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist läuft bis 30. September, die Verleihung ist für 9. Dezember 2021 angesetzt. Angesiedelt ist der Preis beim Nationalfonds der Republik für Opfer des Nationalsozialismus.

📽️ Video | Simon-Wiesenthal-Preis erstmals ausgeschrieben

In einer Pressekonferenz am Montag würdigte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) Simon Wiesenthal als „eine der außergewöhnlichsten Personen der Zweiten Republik“. Er verwies auf dessen Motto „Recht, nicht Rache“, unter dem es sich Wiesenthal nach seiner Befreiung aus dem KZ Mauthausen zur Aufgabe gemacht habe, jene den Gerichten zu übergeben, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus Verbrechen gegen die Menschlichkeit zuschulden kommen ließen.

Sobotka sprach von einem Wandel zum Besseren und erinnerte daran, dass der 2005 verstorbene Wiesenthal unter SPÖ-Bundeskanzler Bruno Kreisky großen Anfeindungen ausgesetzt war, weil er die Wiederaufnahme einstiger Nationalsozialisten in öffentliche Ämter anprangerte.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

In der Jury des Preises befinden sich unter anderen die Historikerin Brigitte Bailer und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch. (APA, TT)


Kommentieren


Schlagworte