17-Jährige in Wien nach Alkohol- und Drogenkonsum gestorben

Der 16- und 21-Jährige werden wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt. Sie sollen das Mädchen ins Freie getragen und erst dann die Rettungskräfte alarmiert haben – weil sie nicht wollten, dass ihre Drogenutensilien gefunden werden.

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Wien – Ein 17-jähriges Mädchen ist in der Nacht auf Montag in Wien-Ottakring nach dem Konsum von Drogen und Alkohol gestorben. Laut Polizeisprecher Daniel Fürst hatte die Jugendliche mit zwei jungen Männern in einer Wohnung im Bereich Maroltingergasse gefeiert und dabei Alkohol sowie Benzodiazepine zu sich genommen. Das Trio legte sich nieder. Als die drei am Montag aufwachten, ging es der 17-Jährigen immer schlechter. Den Burschen wird vorgeworfen, zu spät Hilfe geholt zu haben.

Die jungen Männer – ein 16-jähriger finnischer und ein 21-jähriger italienischer Staatsbürger – dürften aus Angst, dass ihr eigener Drogenkonsum auffliegt, das Mädchen aus der Wohnung ins Freie getragen haben. Dann rief der Jugendliche bei der Polizei an, Uniformierte setzten zunächst die Erste-Hilfe-Maßnahmen, bis die Rettungskräfte übernahmen. Die Wiener Berufsrettung brachte die Jugendliche in ein Krankenhaus, wo sie starb.

Hinweise auf Übergriffe seitens der männlichen Begleiter fanden sich bei den weiteren Ermittlungen nicht. Die beiden zeigten sich in den ersten Einvernahmen geschockt vom Tod der jungen Frau. Sie trugen die 17-Jährige ins Freie, weil sie offenbar nicht wollten, dass die Einsatzkräfte Suchtmittelutensilien in der Wohnung zu Gesicht bekommen. Dort stellten die Ermittler unter anderem eine Spritze sicher.

Der 21- und der 16-Jährige wurden nach der Einvernahme wegen unterlassener Hilfeleistung auf freiem Fuß angezeigt. Außerdem wurde eine Obduktion der 17-Jährigen angeregt. (APA)

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