ÖVP schwört Gemeinden in Tirol auf Wahl ein

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LR Johannes Tratter (l.) und LH Günther Platter waren gestern auf Sommertour durch den Bezirk Innsbruck-Land.
© ÖVP

Von Marco Witting

Telfs – Bundesweit Spitze. Innsbruck-Land ist, was die Einwohnerzahl betrifft, als Bezirk österreichweit ganz vorne. Mit einer Identität tut man sich in der Region dagegen immer schon schwerer. Da verbindet oft nur das IL-Kennzeichen den Bezirk. Im kommenden Jahr sind Gemeinderatswahlen. Und für die ÖVP gilt es, allein in Innsbruck-Land 57 von 65 Bürgermeistersesseln zu verteidigen.

So wurde der Bezirkstag von LH Günther Platter und LR Johannes Tratter auch so etwas wie ein Aufgalopp für den Wahlkampf. „Wir wollen unser Ergebnis natürlich halten“, sagte Bezirksparteiobmann Tratter. Gleich mit der Einschränkung, dass dies nicht so einfach sei – schließlich fusionieren Matrei, Mühlbachl und Pfons zu einer Gemeinde und schon allein damit fallen zwei VP-Bürgermeister weg. „Der Bezirk war bei der Landtagswahl für ein Viertel aller ÖVP-Stimmen verantwortlich. Wenn wir im Bezirk einen Schnupfen haben, hustet auch die ÖVP“, sagte Tratter.

Nach einer Betriebsbesichtigung bei Föger in Telfs gab es gestern dann auch Treffen mit Parteifunktionären. Die Themen für die Gemeinderatswahl sind wohl lokal sehr unterschiedlich. Ein großes Thema eint aber natürlich den Bezirk: der Verkehr.

Tratter nannte explizit die Transitbelastung im Inn- und Wipptal und hob die Notwendigkeit der Abfahrverbote hervor.

Zurück zur Wahl im Februar 2022. Nach dem Rücktritt vieler langgedienter Bürgermeister wird es wohl viele neue Gesichter im Amt geben. Nachwuchssorgen hat man laut Tratter aber keine. „Wir haben sehr viele junge Menschen, die sich einbringen wollen.“


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