PLUS

Achenseebahn baut Gleis für Gleis die Zukunft

Bauleiter Martin Erler überwacht den Antransport der Gleise von Jenbach nach Eben per Achenseebahn.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Das Areal des Achenseebahnhofs in Jenbach gleicht derzeit einem Gleisdepot. Und im Depot wird es Tag für Tag enger.

„750 Meter Gleis haben wir schon von Seespitz in Richtung Maurach verlegt“, berichtet Bauleiter Martin Erler von Swietelsky. Er ist froh, dass jetzt sämtliche bestellten Gleise aus dem Walzwerk in Kattowitz, Polen, im Land sind. 54 Stück Schienen mit einer Länge von je 30 Metern wurden schon mit der Achenseebahn nach Eben transportiert, bis Anfang nächster Woche werden es weitere 108 Stück sein. Die Abschlusslieferung beziffert er mit 74 Stück. „Der Antransport ist schon etwas mühsam. Denn pro Fahrt können nur acht Stück Schienen geladen werden. Jeder Strang wiegt 1500 Kilogramm und damit kommen wir an die Kapazitätsgrenze der Bahn“, weiß der Bauleiter. In den nächsten Tagen keuchen vier bis fünf Züge pro Arbeitstag zum Achensee. Mit zehn bis zwölf Mann sorgt man so für den Neubau der Gleisstrecke von Eben bis Seespitz. Vieles müsse manuell erledigt werden, weil es für das Stopfen der Gleise in Höhe und Richtung bei der Spurbreite von 1000 Millimetern keine Hochtechnologie gibt.

„Es läuft alles programmgemäß“, sagt Achenseebahn-Betriebsleiter Hannes Obholzer, der in dieser Funktion auch bei der Zillertalbahn agiert. Die Investitionssumme beträgt laut Technikvorstand der Zillertalbahn Helmut Schreiner rund zwei Millionen Euro, die vom Land Tirol als Mehrheitseigentümer aufgebracht werden. 4050 Stück Beton- und Holzschwellen, 5800 Meter Schiene, 9000 Tonnen Schotter und drei Stück Weichen werden verbaut. Dann sollte die Achenseebahn im nächsten Jahr wieder auf die Strecke gehen können.

Verwandte Themen