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Palfrader fordert dringende Schritte Richtung „Fair Pay“ von Kunst und Kultur

LR Palfrader erwartet sich konkrete Vorschläge für die gerechte Bezahlung von Kunst und Kultur. Zwei Millionen Euro sollen in Tirol zusätzlich für die Kulturförderung zur Verfügung stehen.

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Beate Palfrader zeigt sich unzufrieden mit den Geldflüssen aus Wien in Sachen Kultur.
© Rita Falk / Tiroler Tageszeitung

Von Markus Schramek

Innsbruck, Wien – Kulturlandesrätin Beate Palfrader kommt ohne lange Umschweife auf den Punkt: „Wir brauchen jetzt greifbare Maßnahmen.“ Sie spielt an auf die prekäre Einkommenssituation im freien Kunst- und Kulturbereich. Monatelange Lockdowns bedeuteten Auftrittsverbot und kompletten Verdienstentgang. Eine Branche, die oft von der Hand in den Mund leben muss, geriet heftig ins Trudeln.

Hilfspakete von Bund und Ländern wurden geschnürt und ausgeschüttet, konnten das Ärgste verhindern. Doch die Lage bleibt angespannt. KünstlerInnen werden mit Almosen abgespeist, oft haben sie keine Wahl, als trotzdem zuzusagen. Jene 30 Euro Gage, die professionelle Orchestermusiker dieser Tage bei einem Festakt des Landes Burgenland erhielten, sind kein Einzelfall. „Die Bezahlung im freien Kulturbereich passt nicht, das war vor Corona so und hat sich durch die Pandemie weiter verschlechtert“, so Landesrätin Palfrader ziemlich gerade heraus.

Der politische Befund liegt auf dem Tisch. Doch wie kann man vom Lohndumping hin zum „Fair Pay“, zu leistungsgerechter, wertschätzender Bezahlung, gelangen?


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