„Onkel“ Ronivaldo will mit Wacker seine Lustenauer Neffen ärgern

Spitzenspiel der 2. Liga im „Ländle“: Der FC Wacker gastiert heute (20.25 Uhr, live ORF Sport +) bei Tabellenführer Austria Lustenau.

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Ronivaldo trifft heute auf seinen Ex-Club Austria Lustenau.
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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Ganz hat der ein oder andere Anhänger des FC Wacker den 4. März 2020 noch nicht verdrängt. Damals war der schwarzgrüne Traum vom Einzug ins Pokalfinale bei der Lustenauer Austria geplatzt. Wie hieß damals der Goldtorschütze für die Vorarlberger? Richtig, Ronivaldo. „Vor zwei, drei Monaten hat mir ein Wacker-Fan auf Instagram geschrieben, dass er mir dieses Tor nicht vergessen kann“, lachte der Brasilianer gestern beim Pressegespräch, bevor er mit dem FC Wacker heute (20.25 Uhr, live ORF Sport +) bei seinem Ex-Club gastiert.

Und natürlich ist es für den 32-jährigen Routinier ein „besonderes Spiel“. Er habe „drei schöne Jahre in Lustenau erlebt“. Aber: „Ich bin jetzt ein Spieler des FC Wacker.“ Der Kontakt zu seinen Ex-Teamkollegen, vor allem zu den brasilianischen, ist aber nicht abgebrochen. Schließlich war Ronivaldo die große Bezugsperson für viele seiner deutlich jüngeren Landsleute: „Sie nannten mich Onkel“, erzählte die Frohnatur gestern mit einem Lächeln im Gesicht.

"Vertraue Ronni zu 1000 Prozent"

Auch in Innsbruck nimmt der Torjäger eine Führungsrolle ein: „Wenn du der alte Mann in der Mannschaft bist, ist es wichtig, dass du viel sprichst.“ Was seinem Trainer Daniel Bierofka grinsend ein Kopfschütteln entlockte. „Der alte Mann bin ich, du bist topfit“, lacht der 42-Jährige, um dann wieder ernster zu betonen: „Ronni ist sehr wichtig für unser Spiel. Ich vertraue ihm zu 1000 Prozent – und das weiß er auch.“ Da tue auch die ein oder andere vergebene Torchance – wie zum Beispiel beim jüngsten 1:0 in Steyr – nichts zur Sache.

Fehlen wird in Lustenau heute nach seiner (unberechtigten) Roten Karte in Oberösterreich definitiv Flo Jamnig, fraglich ist der an Leistenproblemen laborierende Lukas Fridrikas. „Es macht nur Sinn, wenn er bei 100 Prozent ist“, betont Bierofka.

Beim Tabellenführer wird vieles davon abhängen, ob der sechsfache Saisontorschütze Haris Tabakovic fit wird. Der Angreifer ist ebenso fraglich wie der ehemalige Wacker-Kapitän Matthias Maak. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich Lustenau verbessert“, ist Trainer Bierofka gewarnt. Aber auch der Bayer weiß: Mit etwas Glück lacht man nach dem kleinen Westderby von der Spitze.


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