Zwischenspiel vor dem Heimspiel: Auer will wieder am Nürburgring aufzeigen

Bevor das DTM-Comeback am Red-Bull-Ring (4./5.9.) ansteht, will der Tiroler Lucas Auer am Nürburgring überzeugen.

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Der Mercedes von Lucas Auer soll an diesem Wochenende am Nürburgring nicht nur optisch überzeugen.
© Mercedes-AMG/Tap

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Der Nürburgring weckt bei DTM-Ass Lucas Auer nur die besten Erinnerungen: Da waren seine erste Pole-Position und natürlich zwei Siege, die bis heute unvergessen sind. Dass am kommenden Wochenende (Sa./So. 13 Uhr, Sat.1) ein weiterer schöner Moment dazukommt, darauf hofft der Kufsteiner. An ein mögliches DTM-Comeback denkt derzeit niemand Geringerer als Hans-Joachim „Stritzel“ Stuck.

Vor einem Jahr noch musste einem angst und bange werden, wenn man an die Zukunft des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) dachte. Am kommenden Nürburgring-Wochenende erlebt Boss Gerhard Berger, ohne den ein Fortbestand nie funktioniert hätte, seinen ersten persönlichen Höhepunkt: Mit 23 Fahrern und sieben Marken wird es einen Starter-Rekord geben. Und erstmals seit 34 Jahren ist auch wieder ein Porsche am Start.

Gaststart in der DTM-Trophy 2022? Legende Stuck hätte Lust.
© KTM

Wie gut alles funktioniert, seit man sich für ein kostengünstiges GT3-Reglement entschieden hat, blieb auch DTM-Legende Stuck nicht verborgen: „Eigentlich brauche ich nur drei Wörter, um die DTM 2021 zu analysieren: Ich bin begeistert. Ich bin so froh, dass Gerhard (Berger, Anm.) die Idee von einer DTM mit GT3-Autos aufgegriffen und konsequent umgesetzt hat. Wir erleben Markenvielfalt, Action und die Rennen sind eng.“

Und Stuck, der heuer (KTM X-Bow GT2) wieder selbst aufs Gaspedal drückt, träumt von einem Gaststart im kommenden Jahr: „Ich hatte ja Bedenken vor dem Comeback, war im Lockdown monatelang nichts gefahren. Doch dann war ich beim Testen schnell nahe dran – und als ich dann zum ersten Mal am Podium stand, war das ein unglaublicher Moment. Die DTM-Trophy ist eine tolle Serie, in der ja auch KTM mit dem X-Bow gut mitmischt. Ich gebe es zu, dass ich bereits an einen Gaststart dort denke. Wenn, das garantiere ich: Letzter werde ich nicht.“

Unter normalen Umständen wird auch Lucas Auer an diesem Wochenende nicht Letzter werden. Dafür ist die Qualität des Mercedes-Piloten zu hoch. Auch wenn es heuer nicht immer nach Wunsch lief. So wie in Zolder, als er den zweiten Platz noch abgeben musste: Ein Fehler der Boxencrew hatte eine Zeit-Strafe zur Folge und bedeutete am Ende Rang fünf.

Schnee von gestern – am geliebten Nürburgring soll es weiter bergauf gehen: „Hier waren schon viele schöne Momente dabei, die mir immer in Erinnerung bleiben werden. Das zählt zwar an diesem Wochenende nichts mehr, aber ich bin guter Dinge.“ Das liegt sicher auch an der Aussicht, dass in zwei Wochen dann das Spielberg-Comeback für ihn und die DTM ansteht.

Beim PS-Klassiker in Le Mans hat Binder viel vor

Am kommenden Wochenende wird der „24-Stunden-Klassiker“ in Le Mans über die Bühne gehen. Und dabei wird der Zillertaler René Binder (LMP2-Klasse) zum dritten Mal an dem Abenteuer teilnehmen: „Ich denke, die Voraussetzungen waren noch nie so gut wie diesmal. Wir haben ein Team, das hervorragend harmoniert, und ein ziemlich konkurrenzfähiges Auto“, erklärte der Familienvater selbstbewusst, um zugleich die Euphoriebremse zu betätigen: „Trotzdem muss man bei einem 24-Stunden-Rennen mit Prognosen vorsichtig sein.“

Technische Defekte, unvorsichtige Konkurrenten oder ein Fahrfehler – bei der 89. Auflage gilt wie immer: Alles ist möglich, nichts ist fix. Erstmals sind auch wieder Zuschauer erlaubt: 50.000 (statt 250.000) Fans werden diesmal dabei sein. (suki)


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