Endlich wieder auf die Matte: Ringer wollen „alles zerreißen“

Nach der Corona-Absage im Vorjahr startet die Ringer-Bundesliga mit AC Vollkraft Innsbruck, Hötting und Inzing ab 28. August wieder durch.

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Sind gut für die neue Saison gewappnet (v. l.): Klaus Riederer (ACV), Franz Pitschmann (Hötting), Klaus Draxl und Thomas Krug (beide RSCI).
© Kiechl

Von Benjamin Kiechl

Innsbruck – Endlich wieder auf die Matte, endlich wieder Derby-Spannung, endlich wieder Fans in der Halle. Für Tirols Ringsportler scheint es nach einer langen Corona-Durststrecke wieder bergauf zu gehen. Nach der Absage der Bundesliga-Saison im Vorjahr soll ab 28. August der Neustart mit Auflagen gelingen. Die Vorfreude ist groß, man wolle „alles zerreißen“.

„Bis vor wenigen Tagen hat es geheißen, dass keine Fans in der Halle erlaubt sind. Nun sind doch 50 Fans zugelassen“, erklärte Tirols Ringsport-Präsident Franz Pitschmann, der auch Obmann des AC Hötting ist. Höhepunkt in dieser Saison sind wieder die Innsbrucker Derbys zwischen Hötting und dem AC Vollkraft Innsbruck. Hötting hat am 11. September Heimvorteil, am 27. November steigen die Retourkämpfe im Vereinsheim Arzl. Beide Vereine haben sich mit dem einen oder anderen Leihringer verstärkt. Mit Dominik Gastl konnte Pitschmann einen talentierten Ringer aus Inzing holen. Für die Innsbrucker Mannschaften geht es wohl im unteren Play-off um die Plätze sechs bis zehn. Neu in der auf zehn Teilnehmer aufgestockten 1. Bundesliga sind die KG Vigaun (Sbg.) und die KG Wien.

Der RSC Inzing hat sich als Tirols klare Nummer eins wieder hohe Ziele gesteckt. „Der Finaleinzug soll her!“, betonte Obmann Klaus Draxl und verweist auf einen breiten Kader. Trainer Thomas Krug hat neben den heimischen Größen Daniel Gastl und Michael Wagner die Qual der Wahl bei der Aufstellung. Neben dem Iraker Aker Al-Obaidi, der bei Olympia im Flüchtlings-Team im Einsatz war, sind ab der dritten Runde auch zwei Armenier im Kader. Krug: „Dazu haben wir noch junge Kämpfer, die nach der langen Pause zeigen wollen, was sie draufhaben!“


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