Prozess um Vergewaltigungen nach Online-Dates in Deutschland

Ein 38-Jähriger soll sieben Frauen in seine Wohnung gelockt, betäubt und vergewaltigt haben. Kennengelernt hatte der Düsseldorfer die Frauen per Dating-Apps.

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Düsseldorf – Er soll mehr als 150 Frauen über die Online-Plattformen Tinder und Bumble kennengelernt und sieben von ihnen vergewaltigt haben: Ein 38-jähriger IT-Projektentwickler steht seit Freitag in Deutschland, in der Stadt Düsseldorf vor dem Landgericht. Laut Anklage hat er die sieben Frauen in seine Wohnung in der Düsseldorfer Altstadt gelockt, sie dann mit K.o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt. Der Angeklagte schwieg beim Prozessauftakt zu den Tatvorwürfen.

Hinter den Taten steckt nach Ansicht der Staatsanwältin ein klar erkennbares Muster: "Der Angeklagte hat die Frauen im Alter zwischen 20 und 32 Jahren immer in und vor Kneipen auf der Ratinger Straße getroffen und sie dann zu sich in die nahe gelegene Wohnung gelockt." Dort soll er den Frauen die K.o.-Tropfen in Drinks mit Wodka und Rum gemischt, sie so betäubt und wehrlos gemacht haben.

Verteidiger Ulrich Sommer widersprach: Die Anklage könne nicht auf den ständigen Einsatz von K.o.-Tropfen schließen, nur weil sich drei oder vier Frauen bei den Treffen unwohl gefühlt hätten. "Bei über 150 weiteren Online-Dates meines Mandanten hat es weder Klagen der Frauen noch Probleme gegeben", sagte Sommer.

Die sieben mutmaßlichen Opfer sollen nun als Zeuginnen im Prozess gehört werden. Eine junge Frau begann damit am Freitag - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Laut Anklage hatte sich die junge Frau Ende Mai 2020 mit dem Mann in einer Kneipe auf der Ratinger Straße in der Düsseldorfer Altstadt verabredet. In seiner Wohnung soll sie dann nach vier Rum-Mixgetränken das Bewusstsein verloren und später mit entblößtem Unterleib in seinem Bett aufgewacht sein. Bei ihrer anschließenden medizinischen Untersuchung in der Uni-Klinik seien bei ihr Spuren von Liquid-Ecstasy gefunden worden, wie die K.o.-Tropfen auch genannt werden. (APA, dpa)


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