52 Tote bei Untergang von Boot vor den Kanaren

Unter den Todesopfern seien 16 Frauen und ein zweijähriges Kind, berichtete das Hilfswerk Caminando Fronteras. Die einzige Überlebende sei vom spanischen Seerettungsdienst aufgenommen worden.

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In der ersten Jahreshälfte seien mindestens 2087 Migranten bei dem Versuch gestorben, Spanien zumeist mit wenig tauglichen Booten auf dem Wasserweg zu erreichen, teilte unlängst das Hilfswerk Caminando Fronteras mit.
© Mercedes Menendez via www.imago-images.de

Las Palmas – Beim Untergang eines Bootes von Migranten zwischen Afrika und den Kanarischen Inseln sind nach Angaben spanischer Hilfsorganisationen 52 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien 16 Frauen und ein zweijähriges Kind, berichtete Helena Maleno Garzón vom Hilfswerk Caminando Fronteras am Freitag. Die einzige Überlebende sei am Donnerstag vom spanischen Seerettungsdienst aufgenommen worden.

Sie habe erzählt, das Schlauchboot sei „irgendwo in Marokko“ mit 53 Menschen an Bord gestartet. Es habe sechs Tage hilflos im Meer getrieben. Das Boot ging etwa 250 Kilometer vor den Kanaren unter.

Überlebende in Krankenhaus auf Gran Canaria gebracht

Die spanischen Behörden veröffentlichten zunächst keine Mitteilung, auf Anfrage bestätigten sie aber den Sachverhalt. Es seien zwei Leichen geborgen worden. Dabei handle es sich um eine offenbar schwangere 20-Jährige sowie um einen 17-Jährigen. Die meisten Leichen würden allerdings noch gesucht, hieß es. Die aus der Elfenbeinküste stammende Überlebende sei stark geschwächt gewesen und auf Gran Canaria in ein Krankenhaus gebracht worden.

Das Hilfswerk Caminando Fronteras hatte jüngst mitgeteilt, dass allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mindestens 2087 Migranten bei dem Versuch gestorben seien, Spanien und damit die Europäische Union auf dem Wasserweg zu erreichen. Das seien fast genauso viele Menschen, wie im gesamten vergangenen Jahr im Meer gestorben oder spurlos verschwunden seien. (APA/dpa)

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