172 Mio. Euro eingetrieben: Erfolgreiche Steuerfahnder in Österreich

  • Artikel
Ein Schlag gegen illegales Glücksspiel gelang in Tirol.
© BMF

Wien, Innsbruck – Die Steuerfahndung hat im Vorjahr 527 Fälle bearbeitet und 172 Mio. Euro an Steuergeldern eingetrieben. Es wurden 66 Zwangsmaßnahmen durchgeführt, darunter 53 Hausdurchsuchungen an 190 Einsatzorten, teilte das Finanzministerium mit. „Damit leistete die Steuerfahndung auch einen wichtigen Beitrag für fairen Wettbewerb und Steuergerechtigkeit“, sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), der ankündigte, „weiter hart“ gegen Steuerhinterziehung vorzugehen und „ein schwarzes Schaf nach dem anderen“ aus dem Verkehr zu ziehen.

In Tirol gingen die Fahnder unter anderem gegen drei Männer vor, die in Tirol und Vorarlberg ein Taxiunternehmen sowie ein Internet-Café betrieben. Dort wurden Sportwetten und andere Glücksspiele über eine britische Ltd. und eine österreichische GmbH angeboten. Die Einnahmen wurden am Finanzamt vorbei erwirtschaftet und die im Internet-Café Beschäftigten wurden entweder nicht oder nur mit geringen Beträgen angemeldet. In Summe hinterzogen die Täter mehr als 400.000 Euro und erzielten mehr als 500.000 Euro Glücksspieleinnahmen. Zusätzlich wurden von den Beschuldigten Umsatzsteuer, Glücksspiel- und Lohnabgaben hinterzogen. Der Hauptbeschuldigte wurde zu einer Geldstrafe von 267.000 Euro bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt. Die hinterzogenen Steuern und Abgaben müssen nachgezahlt werden. (TT)

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Schlagworte