Hurrikan „Grace" trifft auf Mexikos Golfküste und verliert an Kraft

„Grace" wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 2 heruntergestuft. Die Metropole New York und der Nordosten der USA bereiten sich indes auf die Ankunft von Tropensturm „Henri" vor.

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In der Region Veracruz wurde die Bevölkerung vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt.
© VICTORIA RAZO

Veracruz – Hurrikan „Grace" hat über der mexikanischen Ostküste etwas an Kraft verloren. Nachdem der Wirbelsturm in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) im Bundesstaat Veracruz auf Land traf, wurde er zu einem Hurrikan der Kategorie 2 heruntergestuft, wie der mexikanische Wetterdienst mitteilte. Trotzdem zog „Grace" noch immer mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde über den Osten des Landes hinweg.

Der Wetterdienst prognostizierte für weite Teile des Landes heftigen Regen und warnte vor Erdrutschen und Überschwemmungen. Im Bundesstaat Veracruz erklärte der Zivilschutz den Notstand für 22 Ortschaften. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bewohner der besonders betroffenen Gebiete zur Vorsicht auf.

„Grace" war als Tropensturm am Donnerstag über die bei Urlaubern beliebte mexikanische Halbinsel Yucatán gezogen. Er verursachte Schäden und weitreichende Stromausfälle, Menschen kamen aber nicht zu Schaden. Vor seinem jetzt begonnenen zweiten Durchzug über Mexiko hatte der tropische Wirbelsturm „Grace" an Kraft gewonnen und war erneut zu einem Hurrikan hochgestuft worden.

In Veracruz wurden Geschäfte mit Brettern abgeriegelt.
© VICTORIA RAZO

Auf „Grace" folgt „Henri": Nordosten der USA erwartet Sturm

Die Metropole New York und der Nordosten der USA bereiten sich auf die Ankunft von Tropensturm „Henri" vor. Für Teile von Long Island und Connecticut erließ der Nationale Wetterdienst eine Hurrikanwarnung. Auch andernorts an der Nordostküste müsse ab Samstagabend und am Sonntag mit gefährlichen Sturmfluten und schweren Regenfällen gerechnet werden, teilte die Behörde mit.

Die New York Times berichtete, sollte „Henri" tatsächlich als Hurrikan auf die Neuengland-Bundesstaaten im Nordosten treffen, wäre das der erste solche Sturm seit 30 Jahren. Die Behörden in New York City riefen die Bürger dazu auf, ihre Wohnungen und Häuser auf den Sturm vorzubereiten und ihre Evakuierungspläne zu überprüfen. In der Nacht würden schwere Niederschläge erwartet, in tieferliegenden Gegenden müsse mit Überschwemmungen gerechnet werden. (APA/dpa)


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