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Brief an Tirol zum Thema Klimawandel: Was uns dieser Sommer sagt

Warum der Klimawandel nicht vor der Tür steht, sondern längst im Wohnzimmer sitzt.

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Hitze und schwere Unwetter gab es in diesem Sommer in Tirol.
© Falk, ZOOM.TIROL

Von Andreas Jäger

Nach den verheerenden Waldbränden von Kanada bis Russland und schwersten Überschwemmungen und Murenabgängen in China, Deutschland und Salzburg haben es auch die letzten Zweifler begriffen: Der Klimawandel steht nicht vor der Tür, er sitzt bereits im Wohnzimmer, mit den dreckigen Stiefeln auf dem Couchtisch. Dass der Klimawandel schon länger angekommen ist, hätten wir aber in den vergangenen 30 Jahren sehen, fühlen und sogar hören können.

Grillen zirpen seit der Jahrtausendwende auf über 1000 m, Zecken beißen bereits auf über 1600 m und das derzeit höchste bekannte Laichgewässer der Erdkröte befindet sich im Moment am Südhang der Wanglspitze auf 2317 Metern in den Tuxer Alpen. Pflanzen mit Tieren im Schlepptau wandern seit Jahrzehnten bergwärts. Aber was will uns der Katastrophensommer 2021 sagen? Er sagt: „Schau mal, was ich heute schon alles kann! Und das ist erst der Anfang.“


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