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Prognosen, Modellwetter und Nonsens: Das steckt hinter Wetter-Apps

Die Erwartungshaltung an Wettervorhersagen ist gestiegen, ebenso das Angebot. Weshalb es so große Unterschiede gibt, erklärt Meteorologe Manfred Bauer.

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Vorhersage-Apps werden immer beliebter, vor allem kostenlose Dienste beruhen aber auf weniger treffsicheren, amerikanischen Wetter-Modellen.
© Fotos/Gestaltung: iStock,TT

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Ein einfaches Symbol – am liebsten natürlich das mit der unverdeckten Sonne – und im Sommer warme Temperaturen über 25 oder gar 30 Grad. Mehr wollen die meisten gar nicht wissen oder sehen, wenn sie im Internet Wetterdienste abfragen oder in verschiedenen Apps nach Prognosen suchen. Erst wenn die Ergebnisse – was nicht selten vorkommt – ganz unterschiedlich sind, stellt sich die Frage nach genaueren Erläuterungen. „Wer bestimmte, detaillierte Informationen benötigt, sollte sich fragen, ob Wetterdaten aus oft unbekannter Quelle in einer App reichen oder es nicht doch besser ist, nach von Menschen geschriebenen Prognosen zu suchen oder direkt Meteorologen zu kontaktieren“, sagt Manfred Bauer, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) in Innsbruck.

Denn bei den meisten Apps handelt es sich nur um aufbereitete, visualisierte Informationen, die auf automatischen Wettermodellen beruhen. „Dafür gibt es sehr leistungsstarke Großrechner, die basierend auf unglaublichen Datenmengen und mit Hilfe mathematischer Gleichungen die Bewegungen der Luft beschreiben“, sagt Bauer.


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