Spannende Gäste und viel Gebäck: Stimmungshoch beim TT-Café in Schwaz

Eine Portion Humor, eine Prise Leidenschaft, viele spannende Gäste und eine gute Tasse Kaffee ergeben das Rezept für ein besonderes TT-Café.

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Bei strahlendem Sonnenschein füllte sich der Vorplatz der Schwazer Stadtgalerien gestern bei der TT-Frühstückstour mit interessierten Besuchern aus der Region.
© TT/Rita Falk

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Es wurde gelacht, gefrühstückt, geplaudert und vor allem wurde das TT-Café in Schwaz in vollen Zügen genossen. Bei strahlendem Sonnenschein kosteten zahlreiche Besucher den gemütlichen Vormittag am Vorplatz der Schwazer Stadtgalerien voll aus und freuten sich über Kaffee von Wedl/Testa Rossa, frisches Gebäck aus der Hofer Backbox sowie Silberquelle-Mineralwasser. Für gesellige Stimmung sorgten Prime Time.

Mit viel Humor, Tatendrang und spannenden Einblicken standen Persönlichkeiten aus dem Bezirk TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern und Moderatorin Judith Nagiller auf der Bühne Rede und Antwort. Den Auftakt machten Stadtchef Hans Lintner und BH Michael Brandl. Corona hat ihren Arbeitsalltag komplett auf den Kopf gestellt. Tausende Stunden hatten die Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft mit der Corona-Bekämpfung zu tun. „Rechnet man das zusammen, waren 2020 rund 24 Mitarbeiter ein ganzes Jahr lang nur damit beschäftigt“, sagt Brandl. Stolz könne er aber sagen, dass die Mitarbeiter und auch die Bürger die Situation gut gemeistert haben. „Immerhin sind wir zum Vorzeigebezirk in Europa geworden“, sagte BM Lintner. Nach 24 Jahren im Amt ist er auch trotz Krise nicht müde und freut sich mit Brandl auf spannende Projekte des Regionalmanagements, wo bereits an Euregio-Strategien und Vorhaben für den Bezirk gearbeitet wird.

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Bergläufer Markus Kröll (l.) tauschte gestern den Startplatz beim Steinbockmarsch in Ginzling gegen die TT-Bühne in Schwaz und wurde mit dem Schwazer Handball-Chef Thomas Lintner interviewt.

Bergläufer Markus Kröll (l.) tauschte gestern den Startplatz beim Steinbockmarsch in Ginzling gegen die TT-Bühne in Schwaz und wurde mit dem Schwazer Handball-Chef Thomas Lintner interviewt.

© TT/Falk

Der bekannte Fotograf Gert Chesi mit Wohnsitz in Togo verriet beim gemütlichen TT-Café sein Geheimnis für ein gutes Foto.

Der bekannte Fotograf Gert Chesi mit Wohnsitz in Togo verriet beim gemütlichen TT-Café sein Geheimnis für ein gutes Foto.

© TT/Falk

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Mit viel Ambition und Vorfreude geht es auch für die Schwazer Handballer bald in die neue Saison und man hofft auf viele Zuschauer, denn das habe schon gefehlt. „Die Mischung in unserem Kader, der sehr breit aufgestellt ist, macht unsere Stärke aus“, sagte der sportliche Leiter Thomas Lintner. Schwächen sehe er wenige, man starte mit hohen Erwartungen in den Herbst. Hoch hinaus geht es auch bei Bergläufer Markus Kröll. Der Zillertaler ist seit 35 Jahren auf den Trails in der ganzen Welt unterwegs. „In Spitzenzeiten war ich 8000 km pro Jahr unterwegs“, erzählt er. Mittlerweile sind es ein paar Kilometer weniger, die Faszination und Leidenschaft sind geblieben. Was nur wenige wissen: Kröll ist hauptberuflich Maler und Restaurateur. So manche Lüftelkapelle stammt aus seiner Hand. „Aber wenn den ganzen Tag Heilige auf einen niederschauen, muss man am Abend auf den Berg aufi und raus“, scherzte Kröll und brachte die Besucher zum Lachen.

Mit viel guter Laune im Rucksack berichtete Elisabeth Frontull vom TVB Silberregion Karwendel über die Wander-WM ab 18. September in Schwaz: „Da ist für Gäste wie Einheimische etwas dabei. Ein Highlight wird die Eröffnungszeremonie.“ Darauf angesprochen, dass in der Silberregion touristisch noch Luft nach oben ist, meinte Frontull: „Wir haben andere Vorzüge als etwa das Zillertal, wie Kultur und Kunst.“ Man wolle aber die Verweildauer der Gäste verlängern.

Einige Zeit nicht mehr zuhause in Schwaz war der bekannte Fotograf Gert Chesi, der mittlerweile in Togo (Afrika) lebt. „Heimat ist für mich überall, wo man mich haben will.“ Zurück in Schwaz ist er in dicke Jacken gekleidet. Das afrikanische Klima liege ihm einfach mehr. Er taut aber sofort auf, wenn er von seinen „Menschenbildern“ spricht, wo er Intimität und Nähe einfängt. Seine Reiselust und Neugier sind auch heute an seinem 81. Geburtstag ungebrochen. Und was macht ein gutes Foto aus? Chesi: „Es muss authentisch sein. Leider gibt es viel mit Gewalt Gestaltetes.“

Einen guten Rat hatte auch Maximilian Schultz parat, den er von seinem Vater hat: „Sei ehrlich und loyal.“ Als Vertreter der jungen Wirtschaft weiß er, dass es für Jungunternehmer nicht immer einfach ist. Er wurde schon früh in die Unternehmensgruppe eingebunden. Die Corona-Zeit habe man dort vor allem für Investitionen und Verbesserungen genutzt. Zur Skischaukel Spieljoch-Kaltenbach hielt er sich bedeckt. Das Verfahren laufe.

Bei Daniel Stock läuft es mittlerweile auch. Aber in eine ganz andere Richtung als gedacht. Er hat das Familienunternehmen in die Hände seiner Schwester gelegt, denn das Leben im Hotel auf Zimmer 307 habe ihn nicht richtig glücklich gemacht. „Sein eigenes Glück auszuleben, ist ein langer Prozess“, sagt er. Mit einem eigenen Podcast will er anderen Mut machen, sich zu trauen, die Berufung zu finden. Er sei auf einem guten Weg – mit Musik und Leidenschaft.

Ihr Glück kaum fassen konnte Angelika Tscheppe, als sie die Testa-Rossa-Kaffeemaschine gewann. Gabi Schneider-Fuchs freute sich über einen 300-Euro-Einkaufsgutschein.


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