Tiroler Voltigiererin in Budpest am Start: „Endlich wieder eine WM“

Voltigiererin Jasmin Lindner, Weltmeisterin von 2016, startet nächste Woche in Budapest.

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Gewohnt ausdrucksstark: Voltigiererin Jasmin Lindner tritt bei der WM im Einzel an – mit dem Thema „Greta“.
© Fuchshumer

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Die Zeit war lange. Pausen hatte Voltigiererin Jasmin Lindner in ihrer Karriere bereits öfter einlegen müssen, meist verletzungsbedingt, eine solche aber noch nie. „Zuerst Corona-bedingt, dann wegen des Herpes-Virus. Über ein Jahr lang hatten wir keinen einzigen Wettkampf“, sagt die 26-Jährige. Das Schwierigste sei gewesen, sich ohne Ziel zu motivieren, „wenn du nicht weißt, wie lange die Pause dauert, und du kein Datum hast, an dem du deine neue Kür herzeigen kannst“.

Im Mai dann war es endlich wieder so weit, beim ersten Turnier in Stadl Paura ging es aber gleich schon um die WM-Quali. „Das war eine Herausforderung“, beschreibt die Unterländerin. Eine, die sie aber mit Bravour meisterte. Im Gegensatz zu „Dr. Doolittle“. Dem von Klaus Haidacher geführten Erfolgspferd fiel die Umstellung schwerer: „Er war unruhig und musste sich erst wieder an alles gewöhnen.“

Nach einigen Turnieren, zuletzt jenem in Le Mans, bei dem er Lindner zum Sieg führte, war „Dr. Doolittle“ wieder der Alte – wie die Einzel-Weltmeisterin von 2016 sagt – und „bereit für die WM jetzt in Budapest“. Ab Donnerstag geht es für Lindner und die VG-Pill-TU-Sparkasse-Schwaz-Kolleginnen Eva Nagiller und Romana Hintner los.

Freund Lukas Wacha bleibt indes daheim. Ihr einstiger Pas-de-deux-Partner hat nach dem Karriereende nun im Februar eine Physiotherpie-Praxis in Vomp eröffnet.


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