Italiens Gletscher bis zum Ende des Jahrhunderts großteils verschwunden

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Der Planpincieux-Gletscher auf der italienischen Seite des Mont-Blanc.
© MARCO BERTORELLO

Rom – Italiens Gletscher sind durch die Klimakrise zunehmend bedroht. Wissenschaftlichen Studien zufolge könnten die meisten von ihnen bis zum Ende des Jahrhunderts verschwinden. Bis zum Jahr 2050 werden diejenigen Gletscher, die unterhalb von 3500 Metern liegen, höchstwahrscheinlich das gleiche Schicksal erleiden. Bei den durchschnittlichen Temperaturen der vergangenen 15 Jahre können sie nicht überleben, geht aus einer Studie des Umweltschutzverbands Legambiente hervor.

Im vergangenen Jahrhundert haben die Alpengletscher demnach 50 Prozent ihrer Fläche verloren. Besorgniserregend sei auch der Zustand des Calderone, eines Apenningletschers, der fast vollständig verschwunden und zu einer Eisansammlung mit geringer Oberfläche und ohne Eisfluss nach unten geworden ist.

Die vom Italienischen Glaziologischen Komitee koordinierte Gletscherkampagne bestätigte den Trend eines deutlichen Rückgangs der Gletschermassen in Italien. Diese Entwicklung habe sich in den vergangenen 15 Jahren beschleunigt, wenn auch mit unterschiedlichen Modalitäten in den verschiedenen alpinen Bereichen. Ein weiterer Aspekt ist die Fragmentierung der Gletscher. Als Folge der zunehmenden Temperaturen zerfallen die Gletscher von einem Gletscherkörper in mehrere Teile, berichteten die Experten. (APA)


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