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Tannheimer Mandatare folgen dem „Rat“ aus der Volksbefragung nicht

Gasthausprojekt Vilsalpsee wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Projektgegner wollen nun doch nicht bei Gemeinderatswahl antreten.

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Tannheims Gemeinderat stimmt nach der Volksbefragung über die Zukunft des Gasthausprojekts Vilsalpsee ab. Das Haus wird gebaut.
© Hartman

Von Helmut Mittermayr

Tannheim – Bürgermeister Markus Eberle hatte die Frage verkehrt herum gestellt. Nämlich, ob das „Projekt Neubau Gasthaus Vilsalpsee eingestellt werden soll?“ Das Zählen fiel ihm so leichter: Denn nur die Hand von Gemeindevorstand Ewald Mariacher ging nach oben. Enthaltungen – keine. Damit brauchten die zwölf verbliebenen Gemeinderäte für ihre vielleicht emotionalste Entscheidung der letzten Jahre nicht einmal mehr aufzuzeigen. Das Projekt war mit zwölf zu einer Stimme durch und wird trotz großen Widerstandes in Tannheim umgesetzt. Zur Sitzung waren knapp 30 Zuhörer gekommen, Stellungnahmen ihrerseits waren nicht zugelassen.

Immerhin hatten die Gegner eine Volksbefragung initiiert, die Anfang August mit deutlicher Mehrheit von 58,5 Prozent das Siegerprojekt für den Um- und Neubau des gemeindeeigenen Gasthauses am Vilsalpsee ablehnte. Es sei zu teuer, aber vor allem viel zu modern. Ein ländlicher Stil wurde eingefordert. Wie berichtet, hatten sich bei einer Wahlbeteiligung von 52 Prozent 282 Tannheimer dagegen ausgesprochen. 200 Bürger befürworteten den Plan von Architekt Mario Gasser, der mit 3,75 Mio. € der günstigste unter den 33 eingereichten Varianten war.


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