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Großes Wohnbauprojekt der NHT in Gerlos löst Unmut aus

FPÖ ortet in Gerlos ein Investorenmodell unter dem Deckmantel von Personalwohnungen. Der Bauträger NHT weist alle Vorwürfe von sich.

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In Gerlos entstehen bis 2024 insgesamt 126 Wohnungen durch die Neue Heimat Tirol. Die sechs Gebäude beinhalten Miet- und Eigentumswohnungen sowie Wohnraum für Personal umliegender Hotels.
© Visualisierung: NHT

Von Eva-Maria Fankhauser

Gerlos – Meist sind gemeinnützige Wohnbauprojekte in Gemeinden durchaus willkommen. Doch in Gerlos hält sich die Freude über ein Großprojekt der Neuen Heimat Tirol (NHT) in Grenzen. Seit vielen Jahren wird daran gefeilt und vor Kurzem fand der Spatenstich für die 126 Wohnungen auf dem 9000 m² großen Grundstück statt.

Doch die kritischen Stimmen werden lauter. Zum einen sei die Lage am steilen Hang für viele der falsche Ort, aber auch die Größe überdimensioniert. Doch am meisten stoße auf, dass anfangs von sozialem Wohnbau die Rede war, „aber mittlerweile werden mehr Personalwohnungen für die Wirte gebaut als Wohnraum für Einheimische“. Das ärgert auch LA Evelyn Achhorner (FPÖ): „Hier passt vieles nicht zusammen – von der Lage am rutschenden Hang bis zur völlig unpassenden städtischen Dimension des Projekts bis zur Tatsache, dass hier ein Investorenmodell unter dem Deckmantel von Personalwohnungen entsteht.“ Achhorner kritisiert auch, dass nur zwei der sechs Gebäudeblöcke wohnbaugefördert sind, „weil es nicht mehr Bedarf in Gerlos gibt“.


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