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Verschwörungsmythen um Corona in Tirol: Im Namen des Misstrauens

Aufgrund der Pandemie verfielen viele Menschen Verschwörungsmythen – eine Szene, die allmählich extremer wird. Und auch religiöse Zirkel nutzen Corona, um ihre endzeitlichen Theorien zu verbreiten.

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Betend, mit einem Rosenkranz in der emporgestreckten Hand, führte ein Mann im Februar dieses Jahres einen Protestzug durch Innsbruck an, bei dem gegen die Covid-Maßnahmen demonstriert wurde.
© Foto Rudy De Moor

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Das Virus ist eine Erfindung finsterer Mächte, welche die Gesellschaft kontrollieren wollen, durch Impfungen soll Überwachung möglich gemacht werden, eine neue Weltordnung steht bevor. Verschwörungstheorien wie diese gibt es zuhauf. Viele Menschen sind ihnen in den herausfordernden Zeiten der Pandemie verfallen. Auch in Tirol. Die Szene wird immer extremer, warnen Experten. Selbst religiöse Gruppen nutzen Corona, um apokalyptische Visionen zu predigen.

Eine Demonstration in Innsbruck, Ende Februar diesen Jahres, von den Behörden eigentlich nicht genehmigt. 700 Teilnehmer marschieren trotzdem durch die Landeshauptstadt, um sich gegen die Covid-Maßnahmen der Regierung zu stellen. Ihnen voran schreitet ein hier betender, da singender Mann. In der emporgestreckten Hand hält er mal einen Rosenkranz, dann ein übergroßes Jesus-Gemälde.


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